Mo 20. Oktober 2014
20:30

Die Strottern & Jazzwerkstatt Wien (A)

Klemens Lendl: violin, vocals
David Müller: guitar, vocals
Clemens Salesny: alto saxophone, bass clarinet
Martin Eberle: trumpet, fluegelhorn
Martin Ptak: trombone
Peter Rom: guitar
Clemens Wenger: piano, keyboards
Bernd Satzinger: bass
Lukas König: drums

Im Zusammenspiel mit der JazzWerkstatt Wien werden Die Strottern zur Bigband. Neue Texte (Peter Ahorner, Karl Stirner, Klemens Lendl, Stefan Slupetzky) aus Wien treffen auf junge und experimentierfreudige Jazzmusiker. Sowohl musikalisch als auch textlich werden die sich ewig wiederholenden Klischees des Wienerlieds zurückgelassen, an Stelle von Larmoyanz und Weinseligkeit treten Poesie und urbaner Alltag.

Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche CD, die sowohl durch die sehr abwechslungsreiche und spannende Musik als auch durch die wirklich inspirierenden Texte wirkt. (Wien Live)

Wien wird hier weniger wiedergefunden, als wiedererfunden. Auf ihrem zu Recht „Elegant“ betitelten Album greifen Klemens Lendl und David Müller, vulgo Die Strottern – kongenial begleitet von acht Mannen der in kluger Zurückhaltung, aber effektiv agierenden Jazzwerkstatt –, auf ein Reservoir an Worten, Gesten und Attitüden des Wienerischen zurück, das in der Realität nur höchst selten noch angezapft wird. (Falter, Wolfgang Kralicek)

Ob im melancholischen „Gemeiner Opal 3000“ oder im aggressiv-surrealen Opener „Wie Manst Du Des?“. Die Texte stammen von Könnern wie Peter Ahorner, Karl Stirner und von Lendl selbst. Die ordentliche Portion dunkelbunten Humors in den Texten wird von der exzentrischen Musik der Jazzwerkstatt Wien souverän gedoppelt. Der Evergreen „Heut kommen dʼ Engerln auf Urlaub nach Wien“ blitzt in einem trunkenen Medley mit Lendls „Personalienwalzer“ überraschend grell auf. Sehr schön auch das scharfe „Gstuabm“, ein zu einer bissigen Orgel vorgetragener Rap zum Gesundheitsaposteltum unserer Tage. (Die Presse, Samir H. Köck)

Ihr neuestes Projekt, die CD “Elegant”, führt die Strottern mit Musikern us dem Zirkel der Wiener JazzWerkstatt zusammen: Mit Rhythm-Section, Bläsern, E-Gitarre und Piano entsteht ein neuer Sound, be idem sich alle Beteiligten ein Stück weit von ihrem angestammten Terrain entfernen, ohne aber ihre eigene Handschrift zu verlieren. (…) Wäre Duke Ellington ein Wiener gewesen, er hätte vielleicht ähnliches von sich gegeben. (Michael Huber, jazzzeit)

Denn hier können wollen dürfen sich zehn Lieder im Wiener Jazz-Dialekt bisweilen in ungeahnte Höhen schrauben, dass es nur so eine Freude ist. Man ist ja geneigt diesbezüglich nur in Superlativen zu schreiben, alleine weil jedes der zehn Lieder eine Größe besitzt, die ohne Größenwahn auskommt und dennoch klarstellt wer in der hiesigen Musikszene alles und jeden an die Wand zu spielen imstande ist. (…) Klassikaner. (Manfred Horak, kulturwoche.at)

„… Hier (Villach, Carinthischer Sommer) bewies das kongeniale Duo, dass Wienern für Fortgeschrittene auch in Kärnten den richtigen Ton zu treffen vermag. Letzterer gefällt sich bevorzugt in Schräglage, der die technikstarke und enthusiastische JazzWerkstatt ein tragfähiges Gerüst verpasst. Auf diesem hanteln sich Die Strottern mit selbstironischer Ehrfurchtslosigkeit bis in den Wienerliedhimmel, um Engerln die Flügel zu stutzen und als Düsenjets ins Heute zu jagen. Das Ergebnis dieser „Radikalchirurgie“ ist ein völlig neu empfundenes Wienerlied, das sich nicht als zuckerlrosa Raunz- und Schmachtfetzen im Schmalzfass suhlt, sondern – dem CD-Titel entsprechend – ein „Elegant“(es) bis existentialistisches Klangkleid trägt, auf dem nach zwei pausenlosen, bejubelten Stunden Jazz, Reggae, Funk, Freejazz und Weltmusik leuchten. Grandios!“ (Kronen Zeitung, August 2010)