Mo 3. April 2017
20:00

Aki Takase: piano
Alexander von Schlippenbach: piano
DJ Illvibe: turntables

LOK 03 ist ein charmantes wie unorthodoxes Familienunterfangen: Das grandiose Piano-Wechselspiel zweier avantgardistischer Könner par excellence und musikalische Tête-à-tête des Pianistenpaares Aki Takase-Alexander von Schlippenbach trifft hier auf raumöffnende Samples des Hip Hop-sozialisierten Turntable-Spezialisten und Schlippenbach-Sprosses Vincent a.k.a. DJ Illvibe.
Mit Takase und Schlippenbach sind bei „Jazz & beyond“ in dieser um Pianisten unterschiedlicher Generationen und Herkünfte kreisenden Saison gleich zwei höchst verdiente Vertreter an einem Abend zu Gast bei der Jeunesse. Schlippenbach, einst Kompositionsstudent bei Bernd Alois Zimmermann, ist untrennbar mit Formationen wie dem Globe Unity Orchester, dem seit 1970 bestehenden Trio mit Evan Parker und Paul Lovens und Projekten jüngeren Datums wie Monks Casino verknüpft, Takase ist es wiederum mit The Good Boys, Duopartnern von David Murray, Han Bennink bis Louis Sclavis und erfolgreichen Projekten wie beispielsweise zu Fats Waller … Beide sind sie viel bepreist, beide wurden sie mit dem SWR-Jazzpreis ausgezeichnet, zusammen haben sie sich u. a. der Musik Eric Dolphys angenommen (nachzuhören auf „So long, Eric!“, erschienen 2014 auf Intakt) … und für LOK 03 Familienmitglied Vincent von Schlippenbach, Produzent wie Live DJ bei Hip Hop-, Dancehall- oder Freejazzveranstaltungen, zu einem gemeinsamen Projekt eingeladen. Egal, ob die drei zu Walter Ruttmanns epochemachendem Dokumentarspielfilm „Sinfonie der Großstadt“ aus 1927 oder wie in diesem Falle ohne visuellen Leitfaden improvisieren, solo, in Duovarianten und im Trio: musikalische Invention wie auch eine Vielzahl an Querbezügen, Ironie wie auch ihre tiefere Bedeutung, Klangdichte wie auch hochkonzentrierte klangliche Transparenz machen LOK 03 zu einem ganz speziellen Hörerlebnis! (Ute Pinter)

Eintritt: 18.- €, 10.- € für Jugendliche und MemberCard-Besitzer
Eine Veranstaltung der Jeunesse im Rahmen von „Jazz & beyond“