Mo 5. März 2018
19:00

Andreas Giesa – Neue Musik für Violoncello & Projektionen

Andreas Giesa: cello

Programm:
Georg Wiesinger (*1987): Solokadenz
Michael Wahlmüller(*1980): Solofantasie

• Dass die Neue Musik beim breiten Publikum so wenig Anklang findet, liegt unter anderem an der Deformation des Musiklebens zu Diensten einer Erfolgsideologie, die nie unbequem sein darf. Die Bequemlichkeit, nur eine bestimmte Ästhetik zu pflegen, ist Zeichen einer Deformation. Sie wird von vielen Nebenaspekten (zwanghafter Kartenverkauf, unmittelbarer Erfolg, Einengung des Repertoires durch Selbstzensur) begleitet.
Ein weiterer Mangel: Der Anspruch unserer Gesellschaft und einer komplexen Musikästhetik ist oft inexistent. Was ich komponiere - und ich sage Kagel, es gilt aber ebenso für viele meiner Kollegen - erfüllt keinen konkreten Bedarf, sondern zunächst Programmlücken.

Mauricio Kagel

In der Strengen Kammer gibt es (fast) keine Programmlücken. Aber viel Neue Musik.
In der Strengen Kammer gibt es (fast) keine Deformationen. Aber viel Musikleben.
In der Strengen Kammer gibt es (fast) keine Selbstzensur. Aber ein Bedarf nach einer komplexen Musikästhetik.
In der Stengen Kammer gibt es (fast) keinen zwanghaften Kartenverkauf. Aber viel unmittelbaren Bedarf & Anklang.
Vielleicht nicht immer. Aber immer öfter.
In der Strengen Kammer celliert heute Andreas Giesa. Solo. Aber mit Partitur-Projektion.
In der Strengen Kammer gibt es heute ein breites Publikum: Herzlich Willkommen! (re_de)

Florian Andreas Giesa 1989 in Salzburg geboren. Erster Cellounterricht im Alter von 8 Jahren. Mit 11 Jahren in die Vorbereitungsklasse von Prof. Wilfried Tachezi am damaligen Anton Bruckner Konservatorium Linz (heute Anton Bruckner Privatuniversität Linz) aufgenommen. Nach dessen Pensionierung Wechsel in die Cello- und Kammermusikklasse Andreas Pözlberger. In dieser Zeit mehrfach Preise beim österreichischen Jugendmusikwettbewerb Prima La Musica. Ab 2007 Bachelorstudium Instrumental(Gesangs-)pädagogik Violoncello mit Schwerpunkt Barockvioloncello und dem Bachelorstudium Konzertfach Violoncello bei Andreas Pözlberger. Beiden Studien 2013 und 2014 mit Erfolg abgeschlossen. Teilnahme an Meisterkursen und Workshops bei Maria Kliegel, Martin Walch, Gerhart Darmstadt (alte Musik) und Justus Grimm (Solocellist des Orchestre royale de la Monnaie, Brüssel). Weiters musikalische Anregungen von Walther Schulz (Wiener Symphoniker), Clemens Hagen (Universität Mozarteum Salzburg), Marcus Pouget (Mozarteumorchester Salzburg) und bei Workshops mit Mitgliedern des Bruckner Orchesters Linz.

Orchestererfahrung bei folgenden Klangkörpern: Bruckner Orchester Linz (als Aushilfe), Wiener Jeunesse Orchester, Philharmonie Salzburg und Orchester der Anton Bruckner Privatuniversität Linz unter namhaften Dirigenten wie Karen Kamensek, Dennis Russel Davies, Alexander Lonquich, Isaac Karabtchevsky, Marco Boemi, Ola Rudner, Lutz Köhler, Andreas Schüller, Andrés Orozco – Estrada, Atso Almila, Herbert Böck, Johannes Wildner und Nicholas Milton. Mit diversen Ensembles und Orchestern Konzerte und Tourneen im Inland, ebenso im Ausland: China, Italien, Schweden, Deutschland, Spanien, Schweiz, Tschechien, Malta, Rumänien, Ungarn und Polen. Ebenso Mitwirken in Grenzbereichen und Crossover – Produktionen, unter anderem bei einem Projekt mit Cellisten, Tänzern und improvisierter Musik im Festspielhaus Hellerau in Dresden und bei einem Abend mit einer Schauspielerin und Musik von Leonard Cohen im Theater Phönix in Linz. Außerdem Cellist im Kepler Quartett, im Ensemble Furioso und im Barockensemble Gisono. 2014 Stipendium der Richard – Wagner – Stipendienstiftung. Seit 2008 Unterricht am Barockcello bei Ruth-Claire Pottinger-Schmidt (ebenfalls an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz), intensive Beschäftigung mit alter Musik und historischer Aufführungspraxis. 2015 Abschluß des ordentliches Studium am historischen Instrument mit Auszeichnung (Bachelorstudium Konzertfach Barockvioloncello mit Schwerpunkt Barockkammermusik/Barockorchester). Momentan im Masterstudium Konzertfach Barockvioloncello.

„Dem Vorbild der Akademie folgend wird versucht, auf alle Wünsche und Bedürfnisse individuell einzugehen. Die Freude an der Musik und am Instrument steht im Vordergrund. Ich bin gespannt und freue mich auf viele neue Erlebnisse. Egal aus welchem Grund jemand ein Instrument erlernen oder vertiefen will, ich werde mein Bestes geben."

Eintritt: Pay as you wish an der Abendkassa bzw. 7,50.- € im VVK inkl. Sitzplatzreservierung