Do 11. Juli 2019
20:30

Lia Pale/mathias rüegg 'PaCoRa Trio / The Schumann Song Book' (A/CH/SK/NL)

1.Set PaCoRa Trio feat. Lia Pale
Stano Palúch: violin
Marcel Comendant: cymbalon
Robert Ragan: bass

2.Set The Schumann Song Book
Lia Pale: vocals, flutes, percussion
Ingrid Oberkanins: percussion
Joris Roelofs: clarinets
Hans Strasser: bass
mathias rüegg: piano,arranger

PaCoRa Trio feat. Lia Pale
Drei slowakische Virtuosen spielen Standards auf höchstem Niveau!

Durch Traumgärten der Romantik
mathias rüegg und Lia Pale über ihr Schumann-Projekt
Unweit der Schönlaterngasse 7, wo in romantisch ferner Zeit Robert Schumann ein Jahr lang hauste (1838), gar zarte Briefe an seine Clara schrieb, widmet sich im Porgy & Bess ein Duo den Liedern des Komponisten. Delikat assistiert von Trompeter Mario Rom, Perkussionistin Ingrid Oberkanins und Bassist Hans Strasser setzt Sängerin Lia Pale dabei um, was mathias rüegg (am Klavier) aus den Miniaturen des deutschen Tondichters herausgelesen hat.

Es ist nach der glänzenden Adaption von Schubert-Liedern ein weiterer Versuch klassisches Material der swingenden Gegenwart nahezubringen – grundsätzlich steht das Projekt in einer jazzigen Tradition, sich Inspiration durch die Auseinandersetzung mit Ideen anderer Stilwelten zu holen: „Jazz kann als Schwamm betrachtet werden, der alles in sich aufnimmt. Es ist naheliegend, die Klassik dazuzuzählen“ Rüegg, eine gefühlte Ewigkeit mit dem Projekt Vienna Art Orchestra verbunden gewesen, hat schon Satie, Strauß und Poulenc bearbeitet. Zuletzt durchforstete er mit Lia Pale „etwa dreihundert Schumann-Lieder“ - Pale zur auch (emotionalen) Auswahl: „Manchmal hab ich mich so sehr in zwei Takte oder in eine einzige Phrase verliebt, dass das Grund genaug war, das ganze Lied singen zu wollen.“ Für Rüegg haben „das Notenbild und die Länger der Lieder große Auswahlrolle gespielt“. Viele Entscheidungen hätte er jedoch „intuitiv getroffen, indem die Bearbeitungsmöglichkeiten im Vordergrund standen“. Der Unterschied zu den Franzl- Songs? „Im Gegensatz zu Schuberts Einleitungen sind es bei Schumann die Endings, die ins Auge stechen und bisweilen die Türen weit ins 20.Jahrhundert hinein aufstoßen.“ Neben einer „möglichst“ genauen Umsetzung der Vorlage – Melodie und Form bleiben, zwar durch Soli angereichert, doch unangetastet – kommt diesmal ein neues Element ins Spiel“. In jedem Stück tauche nämlich „irgendwo“, aber jedes Mal anders montiert, ein Teil der Originalversion...auf. Man könnte es als Vexierbild sehen.“ Im Porgy ndet das Projekt bei Zornig zu einer energischen Leichtigkeit; diskretes Feuer entfacht O Freund, mein Schirm, mein Schutz. Und zu emotionaler Tiefe ndet Pale besonders bei Ich hab im Traum geweinet...Die delikate Stimme von Pale, mit diesem gewissen Etwas... (Der Standard, Ljubisa Tosic – 4.11.2016)