Sa 27. März 2021
20:30

Socalled & Lungau Bigband ‘Mishmashers!’ (CAN/A)

Verschoben !

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Josh ‘Socalled´ Dolgin: vocals, accordion, samples
Christian Kronreif, Hubert Pertl, Kurt Gersdorf, Herbert Hofer, Gernot Strebl: saxophone, clarinet, flute
Andreas Pranzl, Joshi Öttl, Peter Stiegler, Horst Hofer: trumpet, fluegelhorn
Reinhard Summerer, Stefan Konzett, Robert Bachner, Erwin Wendl: trombone
Andreas Fürstner: guitar, banjo
Roland Wesp: piano
Stefan Padinger: bass
Philipp Kopmajer: drums

Aufgrund der unsicheren Perspektive hat sich Josh Dolgin entschlossen, kein Flugticket zu kaufen, was wir natürlich akzeptieren. Das Konzert muss also auf unbestimmt verschoben werden. Gekaufte Tickets bleiben gültig, können gegen Gutscheine getauscht werden oder werden (auf Wunsch) auch rückerstattet... Bitte um Verständnis P&B-Team

Der kanadische Universalkünstler – HipHop-Produzent, Musiker, Fotograf, Zauberer – James Dolgin aka Socalled trifft auf die 17 Musiker der 1983 gegründeten Lungau Bigband.

Konzept, Kompositionen & Arrangements: Schuhwerk (Andreas Pranzl & Roman Britschgi) Beauftragt vom Wiener Klezmore Festival ein neues innovatives Projekt auf die Beine zu stellen, erarbeitet Schuhwerk im Herbst 2019 ein contemporary transkontinentales Großunternehmen.

Am Anfang steht die Idee wuchtig modernen Bigband Sound mit einer starken jüdischen Stimme zu kombinieren. In regem Austausch und enger Zusammenarbeit mit Josh Dolgin aka Socalled werden Kompositionen entwickelt, Ideen von Interpreten und Eigenes hin- und hertransferiert. Wie sich sofort herausstellt, ist den Künstlern Dolgin aus Kanada und Schuhwerk aus Österreich nicht im Ansatz nach traditioneller Replikation zumute, sondern es entstehen äußerst eigenständige zeitgemäße Klänge und Kompositionen, die aber durch sehr markante Zitate immer wieder auch Zeitsprünge schaffen, wie z. B. in die 30er Jahre am Broadway oder auf ein Fährschiff nach Odessa. Als jüdischer Hiphop Produzent ist Dolgin ein Forscher und Entdecker, der sowohl die Tradition im Fokus behält, dabei aber stets sehr experimentell mit aktuellen Genreströmungen arbeitet. Die Eigenständigkeit der Lungau Bigband wurde in den Kompositionen berücksichtigt, die perfekt abgestimmten Sätze sowie die Instrumentierung wurde speziell für die von Horst Hofer angeleitete Band geschrieben. Dieses Großensemble ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hat Interesse an modernen Zugängen der Kompositions- und Arrangier-Arbeit, was sich im Ergebnis zu einer perfekten Fusion herausstellt!

Ein musikalisches Beispiel: Purim Purim Purim in der Original Version gesungen und interpretiert von Arkady Gendler ist als traditionelles Jüdisches Volkslied in Vergessenheit geraten. Es beschreibt inhaltlich den jüdischen Feiertag Purim – jeder hat ihn gerne, es geht um Feiern, Rausch und Tanz. Schuhwerk entwickelt den Rhythmus und die Basslinie auf Basis eines modernen 16tel Funkgroove. Darauf werden Shout Choruses für die Bläsersätze in die Gesangslinie eingewoben. Diese brodeln dicht an Klängen – darüber die Stimme, die immer wieder von der gegebenen Melodie ausbricht und auch rappt! Eine großartig gelungene, moderne Bearbeitung des alten Volksliedes. Der Unterhaltungswert und die Eigenständigkeit des Projektes, hat sich bei den ersten beiden Aufführungen in Salzburg und Wien mit enormem Feedback der zahlreichen Konzertbesucher widergespiegelt. Das Programm „Mishmashers“ setzt mit diesem Format ein markantes, innovatives Zeichen und widerspiegelt einmal mehr die Entwicklung und Vielseitigkeit der Bigband Musik in Österreich und International.

Socalled: Ein Rapper singt jidische Lieder
Socalled ist ein Kultur-Multitasker. Der Kanadier ist Pianist, Rapper, Produzent, Filme- und
Theatermacher, Puppenbauer, Fotograf, Comiczeichner und Magier.

In "The Socalled Movie", einem Film über seine Kunst, sagt Socalled alias Joshua Dolgin: "Ich bin der Mahatma Gandhi des HipHop. Denn ich bin wirklich dünn." Der 41-Jährige ist bekannt für seinen absurden Humor. Dolgin wurde in Ottawa in eine jüdische Familie hineingeboren und entdeckte seine Liebe zu traditionellen jiddischen Liedern eigentlich eher zufällig. Mitte der Neunziger war er ständig auf der Suche nach guten Samples für seine HipHop-Tracks. Zunächst wühlte er nach alten Platten in der Sammlung seiner Eltern, dann auf Flohmärkten und in Second-Hand-Läden, bis er schließlich auf ein Album des jiddischen Sängers Aaron Lebedeff stieß, dessen flamboyantes Aussehen in faszinierte.

"Diese Musik war voller Funkiness, Riffs und sehr gutem Material für Samples. Es schrie förmlich nach einer Neuauflage. Also nutzte ich es in meinen eigenen Produktionen." Über die Jahre wuchs sein Interesse in eine wahre Sammelleidenschaft und Expertise. Bei einem Klezmer-Workshop kam der Klarinettist David Krakauer (u.a. The Klezmatics) auf Socalled zu und engagierte ihn als Beat-Komponisten. In der Folge arbeitete Socalled mit zahlreichen Bands und Künstlern aus dem Bereich Klezmer, Yiddish Folk und World Music. Sein Album HiphopKhasene wurde 2003 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. (Pressetext)