So 27. Juni 2021
20:30

Platypus – Ensemble für Neue Musik (A)

Berthold Cvach, John Zorn, Christian Wolff: composers

Platypus
Kaoko Amano: soprano
Veronika Kopjova: piano
Iva Kovac: flute
Anna Koch: clarinet
Marianne Oczkowska: violin
Andjela Sibinovic: viola
Stefanie Prenn: cello
Jaime Wolfson: conductor, piano
Aron Ludwig: sound
Johannes Weichinger: tenor saxophone
Berthold Cvach: keyboards
Markus Dutka: bass
Timm Reinhardt: drums
Federica Ferrari: chansons

Teil 1: Beyond Jazz: Wir verbinden im ersten Teil ein öffentliches Abschlusskonzert einer Masterprüfung der Kompositionsklasse (Christian Mühlbacher) von der Jam Lab Privat Universität mit der Kernkompetenz unseres Ensembles für Neue Musik. Die Kompositionen verbinden contemporary music mit Jazz kontrastierend und im Dialog stehend. Im Jazz ist ein wesentlicher Faktor die Improvisation der geschriebenen Musik bis hin zur freien Improvisation. Die Kernkompetenz der Musikerinnen der Neuen Musik ist die Interpretation von z.T. sehr komplexen Partituren mit neuen innovativen Spieltechniken. Das Zusammentreffen dieser beiden Welten soll für beide Seiten befruchtend sein. Berthold Cvach möchte in seinem Abschlusskonzert – Jazz and Beyond für das Masterstudium der Komposition an der JLPU diese beiden Welten in seiner Interpretation zusammenführen. Einerseits in der Gegenüberstellung und im Dialog andererseits im befruchtenden Zusammenspiel. Bestimmte Freiheiten in der Partitur stehen festgeschriebenen Teilen gegenüber, komplexen Notenkaskaden der freie Improvisation.

Teil 2: In „Games“ greifen wir auf Grenzgänger zwischen den Welten des Jazz – der freien Improvisation, der klassischen Jazznotation und der weniger konventionellen Neuen Musik zurück und versuchen diese Welten zu verbinden, indem wir ein durchgehendes Set gestalten. Wir werden in unterschiedlichen Konstellationen Stücke von Christian Wolff und John Zorn verbinden, quasi als „Spiele“ nach der Idee von Christian Wolff.

Christian Wolff ist Schüler von John Cage. Er gehört mit John Cage, Morton Feldmann, David Tudor and Earle Brown uam. zum Kreis der Komponisten des abstrakten Expressionismus in den USA. Frederic Rzewski, Komponist, Pianist und Improvisator meint zu Christian Wolff: "Wolff’s 'game-strategy' pieces of the late fifties and early sixties have made him something of a hero for a younger generation of improvising musicians, like John Zorn and his colleagues. Though, improvisation does not play an important part in Wolff’s music at all, at least not in my view—except in a broader sense, as with a basketball player, who may be said to improvise, while at the same time adhering to the strict rules governing the game. Wolff’s improvisational schemes almost always involve a finite (usually small) number of choices within a strictly defined playing field—a far cry from the 'free' improvisation of the sixties.”

John Zorn, der im Jahr 2019 in Wien im Porgy and Bess Music Club zu erleben war, deckt ein breites Feld von musikalischen Kategorien ab, die von reiner Improvisation, Assoziation, Free Jazz, bis zur klassische Neue Musik reichen. Wir wollen Stücke von ihm zur Aufführung bringen, die nicht oft gespielt werden und eher außerhalb von Jazz angesiedelt sind. (Pressetext)

In Kooperation mit der Jam Music Lab Privat Universität für Jazz und Popularmusik Wien