Do 21. Oktober 2021
20:30

Noah Preminger Quartet (USA)

Noah Preminger: tenor saxophone
Max Wright: guitar
Kim Cass: bass
Dan Weiss: drums

Noah Preminger nahm 2008 sein erstes Album “Dry Bridge Road” im Alter von 21 Jahren auf und es wurde von der Village Voice als “Debutalbum des Jahres” gekürt. Der Boston Globe nennt ihn “einen Meister der Standards und Balladen” und die New York Times befand, dass er „einen unterschiedlichen Sound für jede einzelne Note” erfindet. 2017 wurde er von Downbeat zum Gewinner des “Rising Star Tenorsaxophone” erkoren und inzwischen ist die Zahl seiner Plattenveröffentlichungen auf 14 angewachsen. Besonders in den letzten beiden Jahren hat sich Noah Preminger auf Plattenaufnahmen konzentriert und Touring etwas zur Seite gelassen. Darunter etwa “Meditations on Freedom” erschienen im Januar 2017 als Protest gegen die neue politische Strömung in den USA. Im Jahr 2018 gründete er gemeinsam mit dem Schlagzeuger Rob Garcia den “Dead Composers Club” und brachte das “Chopin Project” als erste Einspielung heraus. Noah Preminger ist auch als Komponist für große amerikanische Filme tätig. Aufgetreten ist er mittlerweile in den USA, Europa und Australien bzw China und Südkorea aufgetreten. Gespielt hat er u.a mit Jason Moran, Dave Holland, John Patitucci, Fred Hersch, Dave Douglas, Billy Hart, Joe Lovano, Victor Lewis sowie John und Bucky Pizzarelli.

Über das aktuelle bei Criss Cross erschienene Album „Genuinity“ schreibt Jazzthing: „Jedes der neun nach allen Seiten offenen Originals scheint zu atmen, getragen von einem dezent blueslastigen Puls von Drummer Dan Weiss sowie Bassist Kim Cass. Der Saxofonist entfaltet seine seinen sensiblen, anpassungsfähigen Ton, seine feinen Schattierungen unaufdringlich, aber wirkungsvoll. (...) (Pressetext)

Der Geheimtipp aus Brooklyn spielt mit der Ausdruckskraft eines Jazz-Veteranen und verbindet kühle Zurückhaltung mit emotionaler Tiefe und allem Biss eines virilen Tenorsaxophons.

Was mit einer Hyper-Drive-PostBop-Hochseilübung beginnt und mit dem eloquenten Evangelium Acknowledgement, das von Lester Young und John Coltrane bis Joe Henderson und Joe Lovano reicht, endet, ist unter anderem ein Beweis dafür, dass Noah Preminger mit den heutigen Blue Chip-Spielern unter den Tenorsaxophonisten an einem Tisch sitzt.

Der jahrelange Geheimtipp, der immerhin schon mit Billy Hart, Dave Holland, Fred Hersch, Dave Douglas, George Cables, Roscoe Mitchell und Eddie Henderson spielte, scheint mit seinen prägnanten musikalischen Instinkten, seinem unverwechselbaren, leidenschaftlichen Sound und der Fähigkeit, große Nummern zu schreiben, endlich in der oberen Liga angekommen zu sein.

Zu verdanken ist das aber auch dem holländischen Plattenlabel Criss Cross, das seit dem Jahr 1981 gewissen Talenten und Verdächtigen der US-Neobop-Szene eine Plattform bietet. Wie eben dem 33-jährigen Ausnahme-Saxophonisten Noah Preminger. Womöglich hätten wir sonst gar auf diese CD mit dem signifikanten Titel Genuinity und das verblüffende Selbstverständnis dieses klavierlosen Quartetts verzichten müssen.

Jedes dieser nach allen Seiten offenen Originals scheint zu atmen, getragen von einem dezent blueslastigen Puls von Drummer Dan Weiss sowie Bassist Kim Cass. Jedes bringt eine andere Stimmung und Atmosphäre mit starken Melodien und durchdringenden Grooves hervor, die von Preminger und Wright stets kohärente thematische Improvisationen hervorrufen. (Pressetext)