So 10. April 2022
20:30

Socalled & Lungau Bigband ‘Mishmashers!’ (CAN/A)

Josh ‘Socalled´ Dolgin: vocals, accordion, samples
Christian Kronreif, Hubert Pertl, Kurt Gersdorf, Herbert Hofer, Gernot Strebl: saxophone, clarinet, flute
Andreas Pranzl, Joshi Öttl, Peter Stiegler, Horst Hofer: trumpet, fluegelhorn
Reinhard Summerer, Stefan Konzett, Robert Bachner, Erwin Wendl: trombone
Andreas Fürstner: guitar, banjo
Roland Wesp: piano
Stefan Padinger: bass
Philipp Kopmajer: drums

Das kanadische Universalgenie ´Socalled´ mit der Lungau Bigband und hinreißenden jiddischen Songs.

Der kanadische Musiker, Komponist, Fotograf und Zauberer Josh „Socalled“ Dolgin hat sich als HipHop-Produzent auf der Suche nach dem perfekten Loop immer wieder auch auf die eigene jiddische Kultur bezogen – die von Vernichtung, Assimilation und Verfolgung gekennzeichnet ist. Statt Klänge aus dieser in Vergessenheit geratenen Welt nur als „Samples“ zu verwenden, hat Josh Dolgin nun aus seiner Schallplattensammlung ein beeindruckendes Lieblings-Repertoire aus jiddischem Theater-/ Kunstlied und Klezmer zusammengestellt und ebendieses Sammelsurium mit Andreas Pranzl und Roman Britschgi für Bigband Jazz und Stimme ein brandneues Programm arrangiert. Maschinen Beats, wirbelnde Bläsersätze, Up Tempo Swing, Funk Riffs und fast nur
eindringliche Melodien, urkomische Texte und irre Harmonien. Wer Socalled je als Bühnenwirbelwind live erlebt hat, weiß: An diesem Abend wird er und die ganze Wucht der Lungau Big Band im Sinne der jiddischen Kultur die Konzerthalle erbeben.

Socalled: Ein Rapper singt jidische Lieder
Socalled ist ein Kultur-Multitasker. Der Kanadier ist Pianist, Rapper, Produzent, Filme- und Theatermacher, Puppenbauer, Fotograf, Comiczeichner und Magier. In "The Socalled Movie", einem Film über seine Kunst, sagt Socalled alias Joshua Dolgin: "Ich bin der Mahatma Gandhi des HipHop. Denn ich bin wirklich dünn." Der 41-Jährige ist bekannt für seinen absurden Humor. Dolgin wurde in Ottawa in eine jüdische Familie hineingeboren und entdeckte seine Liebe zu traditionellen jiddischen Liedern eigentlich eher zufällig. Mitte der Neunziger war er ständig auf der Suche nach guten Samples für seine HipHop-Tracks. Zunächst wühlte er nach alten Platten in der Sammlung seiner Eltern, dann auf Flohmärkten und in Second-Hand-Läden, bis er schließlich auf ein Album des jiddischen Sängers Aaron Lebedeff stieß, dessen flamboyantes Aussehen in faszinierte.

"Diese Musik war voller Funkiness, Riffs und sehr gutem Material für Samples. Es schrie förmlich nach einer Neuauflage. Also nutzte ich es in meinen eigenen Produktionen." Über die Jahre wuchs sein Interesse in eine wahre Sammelleidenschaft und Expertise. Bei einem Klezmer-Workshop kam der Klarinettist David Krakauer (u.a. The Klezmatics) auf Socalled zu und engagierte ihn als Beat-Komponisten. In der Folge arbeitete Socalled mit zahlreichen Bands und Künstlern aus dem Bereich Klezmer, Yiddish Folk und World Music. Sein Album HiphopKhasene wurde 2003 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. (Pressetext)