Sa 29. Januar 2022
20:00

Monika Dörfler & Tris (A)

Monika Dörfler: piano
Josef Wagner: bass
Rainer Deixler: drums

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club! Es gilt die 2G-Regelung (geimpft oder genesen) und Maskenpflicht bis zum zugewiesenen Sitzplatz, also dasselbe Prozedere wie in der Gastronomie. Aufgrund der aktuellen Sperrstunde-Regelung beginnen die Konzerte bis auf Weiteres um 20 Uhr.

Muss politisches, weltanschaulich-ideologisches Bekenntnis von der Kunst ferngehalten werden? Darf eine um den Zustand der Welt besorgte Vollblut-Musikerin ihrer Besorgnis mit den Mitteln der Kunst Ausdruck verleihen? Das Ensemble Tris entkommt der damit verbundenen Gefahr mit seiner Debut-CD „Endangered Species“ mutig, souverän, überzeugend. Denn obwohl eine repräsentative Auswahl in höchstem Maß gefährdeter Tierarten zum Namen des Albums und zu den einzelnen Song-Titeln geführt hat, wird die Besorgnis keineswegs plakativ oder gar anklagend, viel mehr mit musikalisch feinster Klinge, behutsam und man möchte fast sagen mit schockierender Eleganz vermittelt. Gleichzeitig entsteht förmlich ein staunender, leichtfüßig-spontaner Dialog mit den Tieren, ein Dialog, der dem subkutanen Grauen die Vielfalt und Schönheit der Lebewesen und der Natur mühelos entgegenhält, sodass der Funke zu Solidarität und Handlungsbedarf überspringt, aber gleichzeitig ein beseeltes Lächeln aufs Gesicht zaubert. (Jörg Duit, OE1)

Improvisation in der Musik ist Spiel aus Klang, Melodie und Rhythmus – sie trägt gleichzeitig die Möglichkeit maximaler Freiheit und maximaler Struktur in sich. In der Musik von Tris entsteht die Freiheit im Moment aus Strukturen, die Rahmen und Inspiration sind. Durchkomponierte Passagen und freie Improvisation fließen wie in einer Girlande ineinander, ohne dass die Grenzen immer erkennbar sind oder sein sollen. Die Musiker:innen von Tris agieren stets gleichberechtigt, jede/r kann schweigen, jede/r kann sprechen – und das Publikum hat die Freiheit, seine ganz eigenen Bilder und Assoziationen zu erleben. (Pressetext)