Mo 21. Februar 2022
20:30

Martin Philadelphy Trio & Martin Eberle (A)

Martin Philadelphy: guitar, vocals
Stefan Thaler: bass
Niki Dolp: drums
Martin Eberle: trumpet, slide trumpet

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club! Es gilt die 2G-Regelung (geimpft oder genesen) und Maskenpflicht bis zum zugewiesenen Sitzplatz, also dasselbe Prozedere wie in der Gastronomie. Aufgrund der aktuellen Sperrstunde-Regelung beginnen die Konzerte bis auf Weiteres um 20 Uhr.

Eine aufgekratzte Clique explodierte in einer restriktionsfreien Tour de Force. Der musikalische Maniac Martin Philadelphy, dem progressive Tonfantastereien jedweden musikalischen Couleurs in den Ohren liegen, hat diesmal sein aktuelles Trio, ergänzt um den Oberliga-„Brassisten“ Martin Eberle, an den Start gebracht. Sein Interesse fokusiert sich paritätisch auf die Ausformung des Art-Rock der 1970er Jahre und eines freigeistigen Jazzzugangs. Themen von packender Catchyness, sowie prägnante Hooklines markieren die Eckpfeiler der Songs. Ab dann ging´s improvisatorisch in die Vollen. Forsch und rastlose das Tempo. Vif und originell die kreative Unruhe. Speziell Eberle pumpte mit brillierender Strahlkraft und ausuferndem Vokabular, von irrwitzigen, funktionsharmonisch gelösten Tonketten bis zum adaptierten weißen Rauschen, weitere Dringlichkeit in die Musik. Besonderer Reiz liegt zudem in seiner Paarung von natürlichem Lyrismus mit radikalen Sound Expansionen. Der Trompeter öffnete einen unbeschränkten musikalischen Raum. Für den Leader Ansporn in diesen verschwenderisch einzutauchen. Überdies gerannen die Songs, die Philadelphy als starke Rockstimme ausweisen, zu Brocken von enormer Sprengkraft. Muskulös feinmotorisch induzierte das Rhythmustandem den Antrieb. Blieb der E-Bass unaufdringlich mit Sensibilität für den Puls und die Harmonik im Hintergrund, verkörpert Niki Dolp, einer aus dieser umwerfenden gegenwärtigen, österreichischen Schlagzeugergarde, die Schlagader des Kollektivs. Beats und Grooves stürzten in Tempowellen aus Ritardando und Agitato herab. Vitale Frische, Verve, die spielerische Euphorie, wache Unbekümmertheit kanalisiert sich zu einem krachenden Upgrade der Jazz/Rock-Legierung. (Hannes Schweiger über das Konzert vom 6. Februar 2020)