Mo 7. November 2022
20:30

Isaiah Collier & The Chosen Few (USA)

Isaiah Collier: tenor, soprano saxophone
Mike King: piano
Jeremiah Hunt: bass
Michael Shekwoaga Ode: drums

Der aus der dynamischen Chicagoer Szene hervorgehende Multiinstrumentalist, Komponist, Kurator, Aktivist und Pädagoge Isaiah Collier hat sich insbesondere als Saxophonist einen Namen gemacht. Sei es mit seinen eigenen Projekten, als Teil von Angel Bat Dawid's Brotherhood oder an der Seite von Künstler*innen wie Chance The Rapper, Waddada Leo Smith III, Junius Paul und vielen anderen. Cosmic Transitions, Colliers drittes und jüngstes Album mit seiner Band The Chosen Few, erschien im Jahr 2021 und wurde von Publikum und Presse gleichermaßen gelobt. Die eindrucksvolle Suite wurde an Coltranes Geburtstag in Rudy Van Gelders legendärem Studio aufgenommen, wobei einige der analogen Geräte zum Einsatz kamen, die auch bei der Originalaufnahme von A Love Supreme verwendet wurden. Das Werk demonstriert nicht nur Colliers umfangreiche musikalische Bandbreite und Ausdrucksfähigkeit, sondern schafft es auch, die Tradition, in die es sich einreiht, zu ehren, und gleichzeitig entschieden zukunftsorientiert zu bleiben. (Pressetext)

Isaiah Collier ist ganz schön jung. 1998 in Chicago geboren, lernte er als kleiner Junge Klavier und sang nebenbei auch noch im Kirchenchor. Über seinen älteren Bruder kam er als 11-Jähriger zum Saxofon, Größen der Jazzszene seiner Heimatstadt wurden seine Mentoren – wie zum Beispiel der Pianist Robert Irving III oder der Saxofonist Ari Brown. Nachdem er am Brubeck-Institut in Kalifornien studiert hatte, holte ihn die Multiinstrumentalistin und Sängerin Angel Bat Dawid in ihre Band Brothahood – als Schlagzeuger und als Saxofonist. 2021 erschien Colliers zweites Leader-Album „Cosmic Transitions“, das er am 23. September 2020, an John Coltranes 96. Geburtstag also, mit seiner Band The Chosen Few in den legendären Rudy van Gelder Studios aufgenommen hat. Und tatsächlich ist die fünfsätzige Suite, die auf diesem Album zu hören ist, eine Reminiszenz an Coltranes epochales Werk „A Love Supreme“ von 1965. Es scheint, als hätten Collier auf dem Tenor- und Sopransaxofon und seine Chosen Few Coltranes mystische Meisterschaft ins Hier und Jetzt zu transformieren versucht. Glocken, Klangschalen und das Chanten der Musiker stimmen auf die folgenden 50 Minuten ein, in denen Collier und seine Band alles daran setzen, als junge Musiker von Heute der klassischen Jazz-Moderne à la Coltrane ein intensives und spirituelles Denkmal zu setzen, um sich so auch tief in der Gegenwart verwurzeln zu können. (Pressetext)