Mi 19. April 2023
20:30

Sylvie Courvoisier Trio (CH/USA)

Sylvie Courvoisier: piano
Drew Gress: bass
Kenny Wollesen: drums

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Sylvie Courvoisier präsentiert ein neues Trio-Album auf dem Höhepunkt ihrer Meisterschaft und ihres Erfolgs. 
"Free Hoops" folgt auf das weithin gefeierte Trioalbum "D'Agala", das von der "New York Times" zu den besten Alben des Jahres gezählt wurde. 
Mit jedem Konzert und jedem Album wird der Modus operandi dieses großartigen Trios klarer - Sylvie Courvoisier, Drew Gress und Kenny Wollesen spielen abwechselnd aufwendig detaillierte und mehrdeutig weit geöffnete Morphing-Musik. Die Musik, die Courvoisier schreibt, ist rigoros organisiert und erfordert Ensemblepräzision, wie einige heikle Unisono-Köpfe zeigen. Aber die Musik birgt auch ein Misterioso, eine traumartige Qualität, die jederzeit an die Oberfläche kommen kann, hervorgerufen durch ein wehmütiges Ostinato oder mondbeschienenes Klavierarpeggio, das hartnäckig wiederholt wird, oder durch eine ruhige Episode, die die Tiefe des Klangraums des Trios unterstreicht. 
Sie machen auch die guten Sachen, für die wir Jazz schätzen - das fröhliche Swingen, das Zusammenkommen, wenn sie komplexes Material zum Singen bringen, und das Auseinanderfliegen, wenn die Spieler es auf eigene Faust erkunden. (Pressetext)

Eigentlich wollte Sylvie Courvoisier als sie vor fast 30 Jahren nach New York ging, nur für drei Monate bleiben. Heute ist die 1968 geborene Pianistin und Komponistin aus der Schweiz immer noch dort und hat sich als prägende Figur der Downtown-Szene etabliert. Sie hat mit Mary Halvorson und John Zorn gearbeitet, spielt in verschiedensten Formationen vom Duo bis zum Quintett, schreibt Musik für Radio, Ballett und Theater. Im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Piano/Keyboards International ausgezeichnet.

Ihre Arbeit im Pianotrio mit Schlagzeuger Kenny Wollesen und Bassmann Drew Gress ist von abrupten Brüchen, Dissonanzen und Gestaltänderungen gekennzeichnet. Das Klangspektrum reicht von einer filigranen Ästhetik über elastischen Swing bis zu virtuosem Powerplay, das bisweilen an den Altmeister der Klavierekstase, Cecil Taylor, erinnert. Courvoisier ist eine Meisterin der »Instant Preparation«, wenn sie in das Innere des Flügels greift und Töne metallisch scheppern lässt. (Pressetext)