So 19. Juli 2026
20:30

Brandee Younger Trio (USA)

Brandee Younger: harp
Rashaan Carter: bass
Allan Mednard: drums

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club!

Harfenistin Brandee Younger und ihr Trio begeisterten bei ihrem Wien-Debüt im Porgy & Bess.

Nicht einmal eine Beyoncé konnte umhin, die unerwartete Rückkehr der Harfe als Soloinstrument zu würdigen. 2019 baute sie in ihren Film „Homecoming“ gleich mehrere Stücke von Brandee Younger prominent ein. Die aus Long Island stammende Harfenistin feierte nun, nach ihrem zweiten Album auf dem renommierten Jazzlabel „Impulse!“ endlich ihr Wien-Debüt. Sie sieht sich ganz in der Tradition der Pionierinnen Dorothy Ashby und Alice Coltrane, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren Epochales leisteten. Ashby nahm zudem viele Aufträge für Soul- und R&B-Aufnahme-Sessions an und spielte mit Granden wie Stevie Wonder. Genau an dieser Schnittstelle zwischen R&B und Jazz arbeitet Younger am liebsten. Doch zunächst begann sie mit Alice Coltranes „Rama Rama“, ein Stück, das sofort zur Ruhe kommen ließ. Die sanften Klänge führten geradewegs in eine Form von Kontemplation. Schlagzeuger und Bassist spielten recht scharf, was einen wunderbaren und notwendigem Kontrast zu den schwebenden Klängen der Harfe zeitigte. Eigene Kompositionen wechselten mit jenen von Ashby und Coltrane. Das Changieren zwischen den Polen Spiritualität und Sinnlichkeit beherrscht Younger perfekt. Ansatzlos wechselte sie zwischen den Extremen. Das buddhistisch angehauchte „Turiya and Ramakrishna“ fuhr genauso gut ins Gemüt, wie die von einem E-Bass mit Funk aufgeladene, erotische Marvin-Gaye-Nummer „I Want You.“ Auch mit Stevie Wonders patinierter Ballade „If It´s Magic“ faszinierte das Trio. Das im Deutschen etwas verbrauchte Wort „Magie“ ist tatsächlich die beste Beschreibung dieser Performance. (Samir H. Köck, Die Presse, März 2024)