Mi 4. November 2026
20:30

A Tribute to Charlie – The Music of Karlheinz Miklin (A/USA/D/DK)

Herwig Gradischnig: tenor, soprano saxophone
Gerhard Ornig: trumpet
Luis Bonilla: trombone
Olaf Polziehn: piano
Morten Ramsboel: bass
Karlheinz Miklin jun.: drums

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Der 2019 leider viel zu früh verstorbene Karlheinz Miklin war nicht nur eine wegweisende Figur des österreichischen Jazz, sondern durch seine jahrzentelange Zusammenarbeit mit internationalen Größen auch weit über die heimischen Grenzen hinaus – man ist versucht zu sagen weltweit - bekannt und hoch angesehen. So wurde er vom Magazin Jazzthing in die Reihe der „European Jazz Legends“ aufgenommen, und das Karlheinz Miklin Trio findet sich am „Stammabum des Europäischen Jazz“ von Peter von Bartkowsi.

Am 3. November 2026 hätte der, von Freunden und Kollegen Charlie genannte, Saxophonist seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass hat sein Sohn Karlheinz Miklin jr., der als Schlagzeuger über zwanzig Jahre lang im oben genannten Trio und anderen Formationen mit ihm gespielt hat, ein ganz besonderes Ensemble ins Leben gerufen, um an seinen Vater und dessen Musik zu erinnern.

Sämtliche Mitglieder der Band sind nicht nur hervorragende und international gefragte Musiker, sondern waren auch, durch persönliche Beziehungen zu und gemeinsame Geschichte mit Karlheinz Miklin, eng mit diesem verbunden.

Olaf Polziehn (D) am Klavier und der Bassist Morten Ramsboel (DK) waren nicht nur seine Kollegen als Professoren an der Kunst Universität Graz, sondern auch mit ihm in verschiedenen Formationen (oft im Quartett mit Miklin jr. am Schlagzeug) auf Tour.

Den Posaunisten Luis Bonilla (USA) lernte Miklin im Kroatischen Groznjian kennen und schätzen. Es entwickelte sich eine Freunschaft über den Ozean hinweg, und die Idee zu einem gemeinsamen Quartett (Mit Ramsboel und Miklin jr.), dessen bereits fixiertes Debut Konzert vom plötzliche Ableben Miklins verhindert wurde.

Herwig Gradischnig (A) war einst Student Miklins in Graz. Er ging dann nach Linz und wurde einem der profiliertesten Saxophonisten des Landes, der Kontakt zueinander riss aber nie ganz ab.

Während diese Musiker allesamt aus der Generation nach Miklin stammen, ist der Trompeter Gerhard Ornig (A) noch einmal 20 Jahre jünger. So steht er sinnbildlich auch für Miklins jahrzehntelanges Wirken (8 davon auch als Abteilungsleiter) an der Musikuniversität Graz und in der International Association of Schools of Jazz. Heute einer der führenden jungen Trompeter Europas hat Ornig sein Studium in Graz begonnen und kehrte nach dessen Weiterführung in Amsterdam und New York wieder dorthin zurück. Er spielte nicht nur im Jazzorchester Steiermark, mit dem Miklin 2016 seine Kompositionen in Arrangements von Michale Abene aufgenommen hat, sondern wurde von ihm auch mehrmals in sein Sextett eingeladen.

Gemeinsam werden die sechs Musiker Kompositionen aus allen Schaffensphasen Miklins in verschiedenen Formationen, sehr persönlichen Interpretationen und oft neuen Arrangements darbieten. Um sich gemeinsam mit den Zuhörern dadurch an den Menschen Karlheinz Miklin und seine Musik erinnern. (Pressetext)