Do 25. März 2027
20:30

Fred Frith’s Fremakajo (USA)

Fred Frith: bass, viola
Marié Abe: accordion
Kasey Knudsen: saxophones
Jordan Glenn: drums, home-made percussion

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Fred Frith ist einer der innovativsten Gitarristen, die jemals zu diesem Instrument gegriffen haben – einer der wenigen, die im Nachkriegsengland geboren wurden und fast intuitiv erkannten, dass die Gitarre mehr ist als nur ein Mittel, um Rocksongs zu schreiben und nach Ruhm zu streben. Zwar liebte er als Teenager mitreißende Riffs und harten Blues, doch der frühe Kontakt zur Improvisationsszene forderte ihn heraus, seine Interaktion mit den sechs Saiten zu überdenken – sowohl in Bezug auf seine körperliche Herangehensweise als auch auf die Klänge, die sie hervorbringen konnten. Friths 1974 erschienenes Album „Guitar Solos“, das er im Alter von 25 Jahren veröffentlichte, als er mitten in der bahnbrechenden Band Henry Cow steckte, forderte vom Instrument Antworten auf Fragen, die sich kaum jemand gestellt hatte: Wie weit konnte er sich von bloßen Riffs entfernen? Wie konnte Rhythmus wie Chaos klingen? Konnte die Gitarre zugleich gespenstisch und ewig gegenwärtig klingen?

Seit diesem Durchbruch vor einem halben Jahrhundert war Frith ein unerschrockener Entdecker, Improvisator und Kollaborateur. Vom Austritt bei Henry Cow zur Gründung von Art Bears, vom Weggang aus England bis hin zum Einstieg in die hyperaktive New Yorker Improvisationsszene, die ihn zu Naked City führte und ihn dazu veranlasste, seine eigene Band Massacre zu gründen – Frith hat seine erweiterten Spieltechniken und selbstgebauten Instrumente in Dutzenden verschiedener Kontexte eingesetzt. Als langjähriger Dozent am kalifornischen Mills College bringt er eine weitere neue Band, Fremakajo, zum Big Ears 2026 mit. Für die Zusammenstellung dieses Quartetts hat er auf die miteinander verflochtenen Kreise der Bay Area zurückgegriffen: Der neugierige und verspielte Schlagzeuger Jordan Glenn gesellt sich zur experimentierfreudigen Saxophonistin Kasey Knudsen und der stilistisch weltoffenen Akkordeonistin Marié Abe. Sie werden neue Kompositionen spielen und – ganz in der großen Frith-Tradition – improvisieren. (Pressetext)