Mi 7. Oktober 2026
20:30

Tofig Jabbarov & Bakuba ‘In Memory of Rafig Babayev’ (AZ)

Tofig Jabbarov: percussion
Nijat Aslanov: piano
Firudin Hamidov: trumpet
Aydin Zeydullayev: alt saxophone
Ali Ibrahimzade: guitar
Nijat Pashazade: bass
Hasan Bilalov: drums

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In den 1960er Jahren brach eine Blütezeit für den aserbaidschanischen Jazz an, die ihn zu einer unverwechselbaren und innovativen Strömung innerhalb der sowjetischen Jazzlandschaft machte. Es war ein Jahrzehnt mit einem besonderen Umfeld, das die Entfaltung vieler Stilrichtungen im Jazzleben des Landes begünstigte. Zu den Innovationen jener Zeit zählten sowohl der „Free Flight“ als auch intensive Spielweisen; in dieser Zeit traten auch einige einzigartige Talente in Erscheinung. Eine der Entdeckungen war der Jazzkünstler Rafig Babayev (1936–1994), der bereits 1967 seinen internationalen Durchbruch beim Jazzfestival in Tallinn erzielte.

Rafig Babayev war ein hochintelligenter und universeller Pianist, Bandleader und Arrangeur; er erfasste den neuen Puls der aserbaidschanischen Nation und schaffte es, deren neue Nuancen und Akzente zum Vorschein zu bringen. Die Geschichte wies ihm noch eine weitere Mission zu – als Erster eine Schule zu gründen, aus der mehrere Generationen talentierter Musiker hervorgegangen sind. Zu ihnen zählen unter anderem Jamil Amirov, Siyavush Kerimi, Alesker Abbasov, Gennady Stepanishev, Tofig Jabbarov und Aziza Mustafa Zadeh. Besonders Aziza wurde nach dem frühen Tod ihres Vaters Vagif Mustafazade in ihrer künstlerischen Entwicklung maßgeblich von Rafig Babayev gefördert und begleitet. Doch auch Rafig Babayev war nur ein kurzes Leben vergönnt: Am 17. März 1994 kam er bei einem terroristischen Anschlag in der U-Bahn von Baku ums Leben. Heuer hätte er seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Der Perkussionist Tofig Jabbarov war über viele Jahre enger musikalischer Weggefährte Rafig Babayevs und wirkte gemeinsam mit ihm in mehreren Ensembles. Nach Babayevs Tod kooperierte Tofig Jabbarov mit nahezu allen führenden Jazzkünstlern des Landes und gründete schließlich seine eigene Band – Bakuba. Diese zeichnet sich durch einen facettenreichen Klang aus, der die improvisatorische Tradition der aserbaidschanischen Musik mit unterschiedlichen Jazzströmungen verbindet – von afro-kubanischen und lateinamerikanischen Rhythmen bis hin zu Jazz-Rock.

Mit ihrem stilistisch breit gefächerten Programm möchte Bakuba Rafig Babayevs 90. Geburtstag gebührend würdigen und zugleich die musikalische Offenheit und Vielseitigkeit seines Schaffens lebendig werden lassen. (Pressetext)

Mit freundlicher Unterstützung von Aserbaidschanisches Kulturzentrum Wien