Fr 29. November 2019
20:30
Blue Bird 2019

Giant Sand (USA) / Jungstötter (D) / Kathryn Joseph (GB)

Der Genrebegriff Singer/Songwriter ist, wie langjährige BesucherInnen des Blue Bird Festivals wissen, lediglich ein Hilfsausdruck für das, was sich jährlich Ende November im Porgy & Bess abspielt. Da werden Laptops ausgepackt und Synthesizer zum Flirren gebracht, und es tummeln sich mehr Schlagzeugerinnen als Mundharmonikaspieler. Doch natürlich lässt die Vienna Songwriting Association, die das dreitägige Clubfestival veranstaltet, auch die einzelne Frau mit Gitarre oder den Mann am Klavier auf die Bühne. Experimentierfreudigkeit und das Spielen - wenn auch nicht der komplette Bruch - mit Genrekonventionen ist das, was das Lineup des Blue Bird auszeichnet.

Wir freuen uns sehr über die Neuzugänge zum Lineup:

Giant Sand haben Alternative Country, Indie-Folk und Blues-Punk so gut wie miterfunden und seit 1980 geprägt. Beim Blue Bird tritt die Gruppe um den charismatischen Frontmann Howe Gelb zum zweiten Mal auf.

Die beeindruckende Landschaft ihrer färöischen Heimat dient der Komponistin und Sängerin Eivør als Inspirationsquelle. Die Shows der Frau mit der beeindruckenden Stimme sind fesselnd.

Der kanadische Singer/Songwriter Jesse Marchant gilt als Bindeglied zwischen Nick Drake und Sun Kil Moon, sein aktuelles Album „Illusion of Love“ als Meisterwerk des Indie-Folk.

Der kanadische Komponist und Arrangeur Owen Pallett erweist uns nach vielen Jahren Bühnenabstinenz die Ehre, sein bald erscheinendes neues Album in Wien am Blue Bird vorzustellen.

Der deutsche Musiker Fabian Altstötter präsentiert sich mit seinem Projekt Jungstötter als gereifter Songwriter in der Tradition von Scott Walker. Introvertiertes Pathos, dunkle Romantik.

Die schottische Pianistin und Sängerin Kathryn Joseph hat vergangenes Jahr ein Album von geradezu verstörender Schönheit herausgebracht und ist am Blue Bird zum ersten Mal in Österreich zu sehen.

Die Songs der Wiener Band Downers & Milk leuchten die hintersten Ecken der menschlichen Existenz aus und begleiten einen mit geradezu cineastischen Dimensionen auf einem Spaziergang durch die dunklere Seite der Empfindungen. Seelenverwandte Heilsbringer wie Nick Cave oder Leonard Cohen lassen grüßen.

Die multinationale Gruppe Highest Sea um die aus Frankreich stammende Singer-Songwriterin Leïla Zanzibar lebt und arbeitet in Berlin. Melodischer, aber sonnendurchfluteter Dreampop trifft auf geheimnisvolle Bar-Atmosphäre.

Benjamin Petersen aka Son of Fortune von den Färöer Inseln macht Rock'n'Roll in Zeitlupe. Vorsichtig eingesetzte Folkmuster und die für uns fremdartig anmutende färöische Sprache lassen die Lieder exotisch wirken. Voodoo Pop.