Mon Feb. 22, 2021
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Margret Kreidl: Stimme, Text
Lisa Hofmaninger: Bassklarinette, Sopransaxophon, Komposition

Sorry this part has no English translation

• Lisa Hofmaninger antwortet mit ihren Kompositionen auf die Gedicht-Gedichte von Margret Kreidl.
Die sieben Buchstaben des Wortes G-E-D-I-C-H-T hat die Autorin verwendet, um eine Serie von Akrostichen zu schreiben. Mit dieser formalen Vorgabe nimmt die Schriftstellerin eine Tradition des Regelgedichts auf, das Spiel mit dem Akrostichon, das schon in der Antike gepflegt wurde und im Barock die schönsten Blüten getrieben hat. Lisa Hofmaninger nimmt mit ihren Kompositionen die Tradition der Akrostichon-Vertonungen auf und arbeitet als Jazz-Musikerin mit der Spannung von Regel und Spiel. Wie sich poetisches Sprechen im Gedicht aussagt, findet in ihren musikalischen Miniaturen eine Antwort, ein Echo, eine Erweiterung. Die Komposi­tionen öffnen den Raum des einzelnen Gedichts und stellen gleich­zeitig einen Resonanzraum zwischen den Gedichten her. Die Musik bewegt sich zwischen strenger Komposition und freiem Spiel. In diesem Da-Zwischen kann sich ein Paradox entfalten: Die Freiheit in der Regel wird hörbar.
Durch die gemeinsame Arbeit, den Austausch und das Zusammen­spiel im Auftritt machen Komponistin und Dichterin auch den ursprünglichen Sinn von Lyrik wieder erfahrbar: Gedicht und Musik gehören zusammen. (Pressetext)

• Für Lisa Hofmaninger:

Lisa Hofmaninger nutzt & benutz in & für ihr musiklisches Wirken vieles: um dann mit einer ihnen ureigenen wie unverwechselbaren Klangsprache spannendes Neuland zu betreten.
Die Dame ist eine VirtuosIn. Sie beherrscht in stupender Manier ihr Metier. Doch um mehr zu sein als eine Virtuosin muss mal erst eine sein.
Lisa Hofmaninger ist eine unaufhaltsam Suchende.
Und das ist wohl das entscheidende in ihrer Musik, in ihrem Lebensbild: es konzentriert sich nicht (nur) auf das Finden, auf Gefundenes.
Zum Beispiel auf Interdisziplinäres: Das Echo ist rot.
Und folglich ist bei Ihr alles in Bewegung, stets in Veränderung begriffen.
Und somit bleibt die junge Musikerin ein wundervolles Enigma: was als nächstes passiert, wie als nächstes was warum angestrebt wird, wohin die Reise gehen wird: Niemand weiß es.
Und solch ein Musik- & Lebensbild ist nur zu preisen, zu empfehlen.
In einer Zeit der unwagemutigen Entscheidungen, der unlauteren Ab- und Versicherungen, der ungehemmten Gier bei kaum vorhandener Neugier: auf das Eigene & das Fremde, auf Nähe & Ferne.

Also: nochmals:
Eine ungehemmte Empfehlung für Lisa Hofmaninger (& Co) welche durch kaum zu zügelnde Neugier ihr Publikum zum Staunen bringt. Mindestens.
Bei etwaigen Nebenwirkungen fragen sie bitte nicht das verdienstvolle Institut für Jazz & improvisierte Musik der Anton Bruckner Privat Universität Linz: sondern ihren Arzt oder Apotheker. (Renald Deppe)