So 20. Dezember 2020
20:30

Madame Baheux & Horns (A/SRB/BG)

Jelena Popržan: viola, vocals
Ljubinka Jokić: guitar, vocals
Emily Smejkal: bass
Maria Petrova: drums, percussion

special guests:
Dee Linde: cello
Christoph Pepe Auer: clarinet, alto saxophone
Markus Pechmann: trumpet
Phil Yaeger: trombone

Madame Baheux, Power-Quartett aus Wien mit balkanischer Herkunft und intergalaktischem Anspruch (von wegen World-Music ...) feiern die ersten zehn Jahre ihres Bestehens.

In vielen stilistischen Farben funkelt die Welt von Madame Baheux (eine »Französisierung« übrigens des Wiener Slangworts »Bahö« = Tohuwabohu), mehr als nur eine Synthese von Popržans vielen darstellerischen und musikalischen Talenten, Jokićs erdiger 70ies-Gitarre und Soulstimme, Neuners Jazzsensibilität und Maria Petrovas rhythmischer Finesse formt diese Welt. Madame Baheux haben ein dynamisches Konzept entwickelt, das sowohl bei fast allen Genres andocken als auch von allen ausgeschlossen werden kann. Was ist das also? Art-Rock? Jazz? Dark Cabaret? Fempop? World? Balkan? Agitprop? Kunstmusik zwischen Punk und Klassik? ...

Die musikjournalistischen Schubladen knirschten und barsten jedenfalls bei jedem Madame-Baheux-Konzert. Madame Baheux sind sich in der beglückenden Verwirrung von genreformatierten Erwartungen treu geblieben. Und dem Porgy & Bess, wo sie immer wieder fulminante Auftritte hinlegten.

Lina Neuner ging in Mutterpause, Emily Smejkal steigt für sie mit großem Enthusiasmus ein, Dee Linde (Netnakisum), die einige Zeit das Frauenquartett zu einem Frauenquintett machte, kehrt zurück. Und mit Christoph Pepe Auer, Markus Pechmann und Phil Yaeger haben sich die Mesdames drei der hierzulande arriviertesten Jazzinstrumentalisten zu spannenden Arrangements auf die Bühne geholt.

Greatest Hits in altem und neuem Gewand, einiges Neues, und unverminderte Spielfreude, damit ziehen sie ihre Bilanz und zünden zugleich die Lunte für ein weiteres Jahrzehnt musikalischer Überraschungen.

»Madame Baheux is one of the most notable groups of the last time. Powerful music, rhythmic energy, twisted and tightly played in an ongoing perpetual motion of vitality.« Mattie Poels (Music Frames – Netherlands)usic Frames/NL)

»Die Mesdames gehen keinem Experiment aus dem Weg und bleiben aufregend bis zum letzten Ton.« Mario Lang (Augustin)

»Eigentlich wollte ich diese Art der Musik erst in meinen späten 30ern für mich entdecken, um mir für später etwas ›Neues‹ aufzuheben. Durch einen Zufall wurde ich ins kalte Wasser geschmissen und muss gestehen: nach einer kurzen Akklimatisierungsphase konnte ich das Konzert auch richtig genießen. Ich kann somit diese Erfahrung nur weiterempfehlen.« Lisa Leeb (Subtext)

»... Zappa-Level ...« Sydswenskan