So 7. November 2021
20:30

Nubiyan Twist (GB)

Nubiyan Twist steht für eine neue Generation gefühlvoller, genre-fluider Künstler*innen. Das aus Leeds stammende und in London lebende 12-köpfige Kollektiv verwebt Jazz, Soul, Hip Hop, African Styles, Latin, Dub und Elektro zu einem Fluss nachdenklicher und lebensbejahender Musik.

Ihr Album „Jungle Run“, das Mitte Februar via Strut erschienen ist, haben sie im selbstgebauten Oxford Studio in Oxfordshire aufgenommen. Der unverwechselbare, zeitlose Gesang von Nubiya Brandon leitet durch den Titeltrack über den Bruch mit Vorbehalten und propagiert Gleicheit: „Where you from? I’m from wherever I be.”

Die Stimme des Saxophonisten Nick Richards trägt die erste Single des Albums über innere Tumulte und die Suche nach Wahrheit „Tell It To Me Slowly“, während der Ghanaische Newcomer K.O.G bei „Basa Basa“ und „They Talk“ erscheint. Percussionist Pilo Adami besingt den ansteckenden bossa-jazz Jam „Borders“. Mit dem Afrobeat Maestro Tony Allen in „Ghosts“ und Ethio Jazz Pionier Mulatu Astatke bei „Addis To London“ haben sich Nubiyan Twist zwei African Beat-Legenden dazu geholt.

Das Album beschreibt den stetigen Entwicklungsprozess der Sounds und Formen seit der Bandgründung am Leeds College Of Music 2015. „Einer der größten Faktoren beim Sound war die aufregenden Musikszene in Leeds. Von der Reggea Night ‚Sub Dub‘ bis hin zu Venues, in denen der experimentellste Jazz überhaupt gespielt wurde,“ erklärt Joe. Inzwischen sieht die Band ihr Debütalbum und die EP “Siren Song” als Klassiker so wie auch ihre Live Shows ein besonderes Erlebnis für sich sind. (Pressetext)

London hat zweifellos die aufregendste junge Jazzszene im Vereinigten Königreich, wenn nicht gar in ganz Europa. Doch auch aus dem eher grauen Norden Englands kommen Impulse. Nubiyan Twist ist ein junges Kollektiv aus Leeds, das sich am dortigen Musik-College fand. Sängerin und MC Nubiya Brandon stand Pate für den Namen der zehn- bis zwölfköpfigen Band, deren Sound jedoch kein Mitglied alleine prägt. Schon der Titelsong „Jungle Run“ repräsentiert den Eklektizismus der Gruppe trefflich: Was mit flirrend-afrikanischen Synthesizern beginnt, wird alsbald von warmen Soulbläsern durchsetzt, begleitet von Latin-Percussion. Im Refrain dann: eine hymnische R&B-Explosion. So stehen Nubiyan Twist exemplarisch für eine junge Generation, denen Jazzimprovisationen genauso nahe sind wie die DJ-Kultur. „Special Guests“: Über-Drummer Tony Allen und Vibes-Legende Mulatu Astatke. (Jan Paersch, Jazz thing 127)