Di 8. Februar 2022
20:30

Madeleine Peyroux 'Careless Love' (USA)

Madeleine Peyroux: vocals, guitar
Andy Ezrin: piano, keyboards
Barak Mori: bass
Graham Hawthorne: drums

In tandem with the special Anniversary Edition release of her best selling record, Careless Love, Madeleine Peyroux returns to the stage with the acclaimed repertoire that has melted the hearts and soothed the souls of audiences all over the world. Sure to be an intimately uplifting, romantic affair. Not to be missed!

Madeleine Peyroux ist das Aschenbrödel des Jazz. Eine Straßenmusikerin, ursprünglich aus den Südstaaten, die Mitte der Neunziger in den engen Gassen von Paris von einem Warner-A&R entdeckt wurde, deren Debüt-Album "Dreamland" mit einem Sturzbach überschäumender Kritiken bedacht wurde, das Album verkaufte weltweit 200.000 mal, Madeleine tourte über die Kontinente und bezauberte das Publikum, kehrte dem ganzen Glamour-Dasein dann wieder den Rücken und tingelte über die Straßen von LA, New Orleans oder New York. In den letzten 8 Jahren avancierte sie zum DEM Geheimtip der Szene und Eingeweihte hüteten ihre raren Songs wie einen Schatz zu Hause. Glücklicherweise sind diese Tage jetzt vorbei.
Madeleine Peyroux ist eine zeitgemäße Billie Holiday, ein unverwechselbares Talent, das hochgradig süchtig macht. Sie ist 30 Jahre jung und wird so einige der derzeitigen Jazz-Vokalistinnen vom Thron stoßen, das ist sicher.

Mitleid ist ein seltsames Wort. Übersetzt man es ins Englische bekommt man "Sympathy" und damit den eigentlichen Wortsinn. Weil geteiltes Leid immer noch halbes ist, dürfte Madeleine Peyroux besonders den Melancholikern doppelten Spaß bereiten. Nicht ohne Grund nennt man die 30-jährige auch "die Stimme der gebrochenen Herzen" und vergleicht ihren Gesang mit Billie Holiday oder Bessie Smith. Mit ihrem Debütalbum "Dreamland" eroberte die ehemalige Straßenmusikerin 1996 auf Anhieb die Herzen Hunderttausender. Vom Himmel des Erfolges auf die Straße zurückgekehrt überrascht sie nach 8 Jahren neue und alte Fans mit ihrem großartigen Zweitling "Careless Love". Natürlich klingt ihre Stimme darauf immer noch so tieftraurig verrucht und hochgradig verletzt wie eh und je. Aber genau deshalb lässt sich, je kürzer und dunkler die Tage werden, in ihrem sympathischen Leid immer auch ein Hoffnungsfunke und sogar Trost finden. (Pressetext)