Fr 25. September 2026
20:30
4. Festival Argentina – Buenos Aires Jazz

Adrián Iaies Trio 'Tango Reflections' (ARG)

Adrián Iaies: piano
Horacia Fumero: bass
Milagros Caliva: bandoneon

„Meine Liebe zur Musik ist vor allem meine Liebe zum Klavier. Liebe und Dankbarkeit. Das Klavier hat meinem Leben einen Sinn gegeben. Die Hände auf die Tasten zu legen heißt, in Sicherheit zu sein – es heißt, nach Hause zu kommen.“ Adrián Iaies

In seiner beliebtesten Besetzung, dem Trio, gelingt Iaies eine einzigartige Herangehensweise an den Tango und die argentinische Volksmusik aus einer frischen Jazz-Ästhetik heraus. Drei herausragende Musiker*innen, Technik, Ausdruckskraft und Höhenflug aus Liebe zu Buenos Aires

ADRIÁN IAIES wurde 1960 in Buenos Aires geboren. Er ist Pianist, Komponist, Arrangeur und Produzent. Seine künstlerische Laufbahn erstreckt sich über mehr als vier Jahrzehnte. Mit seinem umfangreichen Werk hat er sich als eine der prägenden Persönlichkeiten des argentinischen Jazz etabliert. Von Kolleginnen und jungen Musikerinnen gleichermaßen geschätzt, ist Adrián ein leidenschaftlicher Pianist, ein unermüdlicher Arbeiter der Musik und eine unverzichtbare Brücke zwischen den Ausdrucksformen des internationalen Jazz und seinem geliebten Buenos Aires. Er war künstlerischer Leiter des Festival Internacional Buenos Aires Jazz sowie der Usina del Arte, einem der bedeutendsten Kulturorte der Stadt. Viermal wurde er für den Latin Grammy nominiert – für die Alben „Las tardecitas de Minton’s“ (2000), „Tango Reflections“ (2002), „Las cosas tienen movimiento“ (2003) und „La casa de un pianista de jazz“ (2018). Iaies komponierte zudem Musik für mehrere Filme und hat nahezu dreißig Alben veröffentlicht. In unterschiedlichen Besetzungen und mit vielfältigen Repertoires trat er auf Bühnen in aller Welt auf, u. a. im Lincoln Center (New York), im Performing Arts Center (Miami), beim Festival de San Sebastián, beim Oslo World Music Festival, in der Semana del Jazz Latino (Madrid), im Auditorio Ibirapuera (São Paulo), in der Metropolitan Opera (Tel Aviv) sowie beim Vancouver Festival, neben vielen weiteren Stationen. Er teilte die Bühne u. a. mit Brad Mehldau, Ron Carter, Stanley Jordan, Bebo Valdés, Yellowjackets, Lee Konitz, Richard Bona, Dino Saluzzi, Kenny Werner, Toots Thielemans und Pedro Aznar.

HORACIO FUMERO gilt als Meister seines Fachs und als Referenzmusiker der aktuellen Musikszene Kataloniens. Er wurde in Cañada Rosquín, einem Dorf in der Provinz Santa Fe (Argentinien), geboren. 1973 kam er nach Barcelona – und blieb. Er war Lebensgefährte und Bandkollege eines weiteren berühmten argentinischen Musikers: León Gieco. Als Mitglied des Adrián-Iaies-Trios verleiht Fumero dem Ensemble mit seinem magischen Spiel eine besondere Tiefe und höchste Ausdruckskraft. Fumero ist ein bedeutender Kontrabassist mehrerer Generationen katalanischer Musiker*innen; auch der große Tete Montoliu zählt zu den Künstlern, mit denen er zusammenarbeitete. Er gilt als wichtiges Bindeglied zwischen Jazz und der Kontrabass-Tradition in Katalonien. Er war Mitglied der Band von Gato Barbieri und spielte u. a. mit Charlie Mariano, Freddie Hubbard, Johnny Griffin, Woody Shaw und Benny Golson. Darüber hinaus trat er mit dem Kammerorchester des Teatre Lliure (Barcelona), dem Sinfonieorchester Granada, dem Spanischen Nationalorchester, dem Kammerorchester Andrés Segovia sowie mit Lalo Schifrin und dem Sinfonieorchester Barcelona auf. Im Bereich Flamenco-Jazz arbeitete er u. a. mit Chano Domínguez, Martirio, Chicuelo, Mayte Martín und Ginesa Ortega zusammen. Er spielte außerdem im Duo mit dem Gitarristen Pedro Javier González sowie mit Miguel Poveda, Ignasi Terraza, Lluís Vidal, Albert Bover, David Xirgu, Gorka Benítez, Jorge Pardo, Jorge Rossy, Manel Camp, Jordi Bonell, José Reinoso, Paul Stocker, Adrián Iaies, Rita Payés und Raynald Colom. Zudem nahm er u. a. mit Claude
Williamson, Frank Strazzeri, Bill Perkins sowie François Chevrolet/Olivier Magnenat auf. Horacio Fumero ist Professor an der Escola Superior de Música de Catalunya (ESMUC) und am Conservatori Superior de Música del Liceu. Die Pianistin und Sängerin Lucía Fumero ist seine Tochter.

MILAGROS CALIVA, die Bandoneonspielerin, die Grenzen überwindet. Geboren in Buenos Aires, Enkelin eines Missionars und seit ihrem sechsten Lebensjahr Musikerin, ist Milagros bereits ein Star in der Welt des Chamamé. Unter der Anleitung ihres Großvaters und seines Orchesters war sie das Kind, das in den populären Tänzen der Vororte von Buenos Aires glänzte. Im Alter von 30 Jahren komponiert diese avantgardistische, traditionelle und anspruchsvolle Bandoneonistin ihre eigene Musik, in der sie verschiedene Stile miteinander verbindet: Tango, Folklore, brasilianische Musik. Milagros sieht sich als großes Vorbild für junge Frauen, die sich dem Bandoneón nähern, einem Musikinstrument, das immer noch überwiegend von Männern gespielt wird. Dank ihrer enormen Bühnenerfahrung fühlt sich Milagros darauf wie zu Hause; sie beherrscht es mit einer bewegenden Selbstverständlichkeit. Ihr Bandoneon atmet Musik und Intelligenz, archaische Tiefe und Improvisation. Ihr scharfes Gehör und der intensive Dialog mit ihren Musikerkollegen schaffen diese warme Verbindung, die eine gemeinsame Leidenschaft spürbar macht und das Publikum als Komplizen mit einbezieht. Eine fantastische Entscheidung von Iaies, Milagros in dieses herausragende argentinische Trio aufzunehmen.

Eine Veranstaltung von Machi Kultur