Christoph Cech Solo (A)
Wenn Komponisten am Klavier sitzen, entstehen spezielle musikalische Momente, denn für Komponisten ist das Klavier nicht nur das Klavier, sondern mitunter Ausdrucksmedium der Sehnsucht nach größeren, komplexeren Klangkörpern. Da wird spontan komponiert und zwei Hände gestalten Ensemble- bis Orchestermusik. Somit kann es nicht zu – das ist meine Meinung – eher langweiliger Musik kommen, wenn virtuosen Fingern das Musik denken überlassen wird. Das instant composing geprägte Klavierrezital hat – selbstverständlich – in der Klassik eine lange Tradition, aber auch im Jazz gibt es diese Spezialität, seit es Jazz gibt. Mir fallen ein: Duke Ellington, Paul Bley, Steve Kuhn und natürlich Bigbandkompositionsdaddy persönlich – Gil Evans……Eines meiner Lieblingsalben: Anti Heroes von Evans/Konitz…..vielleicht sind dann plötzlich doch zwei auf der Bühne? (Christoph Cech)