Thu April 16, 2020
20:30

Max Nagl Trio 'Moped' (A)

© Johannes Novohradsky

Max Nagl: alto saxophone
Clemens Wenger: keyboard, MS-20 synth
Herbert Pirker: drums, percussions

Sorry this part has no English translation

Eine Frechheit.

Zwischen „Manhattan Love Suicide“ aus 1989 und „Moped“, des nun jüngsten Tonträgers von Max Nagl, liegen immerhin 34 Alben mit eigener Musik, die der Ohlsdorfer Saxophonist und Komponist veröffentlichte.

Max Nagl ist bescheiden, ganz diametral zu seinem Oeuvre und musikalischen Output. Völlig anachronistisch ist Nagl kein Wichtigtuer und medialer Selbstdarsteller; er bedient nicht die hermetisch abgegrenzten Kunstmusiknischen, er zählt nicht zu den gefühlsduseligen Kulinarik-Jazzern. Nagl ist ein originärer Saxophonist und Komponist, dessen Arbeit uns auch ohne Hype immer interessieren muss. Her mit dem neuen Album!

Vor 13 Jahren holte sich Nagl die - damals noch - Youngsters Herbert Pirker (Drums) und Clemens Wenger (Keys) ins Boot. „Market Rasen“ war der erste Wurf des Trios; Robert Wyatt diente hierfür als Inspirationsquelle. Der raue und unmittelbare Sound der neuen Band gefiel auch dem englischen Altmeister, und Wyatt lud das Trio zum von ihm kuratierten Jazzfestival Frankfurt 2008 ein. Es folgten unzählige Konzerte; von Sibiu bis Ebensee; vor der internationalen Fachpresse am Jazzfest Saalfelden und im Wiener Club Blue Tomato vor einer kaputten Jalousie.

Ans Eingemachte. Jetzt. 2020.

“My optimism wears heavy boots and is loud.” Die Attitüde für „Moped“ liefert Spoken-Word-Punk-Performer Henry Rollins. Mit kräftigem Vokubular, schnellen Assoziationen, und Risiko wird hier gespielt. „Moped“ ist keine auffrisierte Scheibe, die mit gewieften Stilmitteln protzt und sich einen Jazz-Slim-Fit-Anzug geleistet hat; „Moped“ ist Bullshit-Freie-Zone: aufgenommen im Proberaum, keine Cuts und Edits des ursprünglichen Materials, nur einige improvisierte Overdubs.

Hört man das? Nein, man spürt ́s.

Hier ist neue Musik von einem der wichtigsten lebenden Komponisten des Landes - mit Energie gespielt von einer wachen Band (Pressetext, JazzWerkstatt Records)

Geschätzte Freund*innen des P&B, liebe Jazzfans,

nachdem es voraussichtlich doch etwas länger dauern wird, bis wir die Pforten des P&B real wieder öffnen können, tun wir dies zumindest virtuell, und zwar vorerst zwei Mal pro Woche mit Livestreams aus dem Club. Wir haben unterschiedliche Vertreter*innen der heimischen Jazzszene eingeladen, in Kleinformationen (also Solo, Duo, Trio) aufzutreten (natürlich unter strenger Einhaltung des geforderten Abstands!), das Team rund um Friedemann Derschmidt nimmt mit Kameras auf, unser Team rund um Ronald Matky & Norbert Benesch sorgt für den guten Ton, Michael Aschauer und Thomas Peterseil kümmern sich um möglichst einwandfreie Übertragungen, die Sie zu Hause jeden Donnerstag und Samstag ab 20.30 Uhr über www.porgy.at verfolgen können. Nachdem Sie ja nicht mehr zu uns kommen können, liefern wir Ihnen Konzerte nach Hause – Jazz-Zustellservice also! Diese Streams können/sollen/dürfen nicht downgeloadet werden, sondern sind nur einmalig abrufbar. Im Prinzip bieten wir dieses Service gratis an, wobei wir Ihnen natürlich verbunden wären, wenn Sie sich finanziell beteiligen würden und so viel zahlen, wie Ihnen der jeweilige Mitschnitt wert ist – „Pay as you wish“ lautet die Devise. Willkommen im (virtuellen) Club!

Als eine gemeinsame Reaktion des Medienlabors an der Akademie der bildenden Künste Wien und dem Jazz and Music Club Porgy&Bess auf den allgemeinen Lockdown finden ab Donnerstag, den 9. April 2020 in regelmässigen Abständen live gestreamte Konzerte aus dem Porgy&Bess statt.

Diese Zusammenarbeit resultiert aus einer langjährigen Kooperation der Lehrveranstaltung „Liveschnitt“ von Friedemann Derschmidt mit dem Porgy&Bess, bei der Studierende anhand von Konzertmitschnitten den Multikamera Liveschnitt erproben konnten. Sowohl der jeweilige Mitschnitt als auch der Livestream werden vom Medienlabor teils mit Unterstützung ehemaliger Akademiestudierender durchgeführt. Am Ende von jedem Konzert wird eine Videoarbeit aus der Akademie der bildenden Künste gezeigt.

Im Anschluss an dieses Konzert zeigen wir:

Thomas Renoldner
DONT KNOW WHAT
- a slapstick avantgarde film -
DCP, 8 min., 2019

Bisher 65 internationale Festivals (Wettbewerbsprogramme)
15 internationale Preise, die prominentesten davon:

GRAND PRIZE - Ottawa Animation Festival 2019
OFF LIMITS AWARD - Annecy Animation Festival 2019
TOUGH EYE AWARD - Turku Animation Festival 2019
BEST OFFBEAT SHORT - Kaboom Animation Festival Amsterdam 2019
BLACK MARIA FILM FESTIVAL - Jury's Choice Award 2020

Jury Statement:

„A film that returns to the original impulses of cinema, that of creating both magic and humour.“
(Jury statement for TOUGH EYE AWARD – Turku Animation Festival:
Phil Mulloy, Vessela Dantcheva, Gerben Schermer)

Production format: RED video
Techniques used: single frame editing of image and sound
Screening format: DCP-4K, dolby 5.1

Concept, Direction, Animation, Music, Actor, Producer: Thomas Renoldner
Camera: Ludwig Löckinger
Sound-design, color grading: Andi Haller
Sound recording: Adnan Popovic
Set assistent: Sophia Egger-Karlegger

Financial support:
Bundeskanzleramt (Federal Chancellery of Austria, Division for Arts and Culture)
State Government of Upper Austria - Cultural Dept.

Der Kurzfilm entstand in einer Kooperation von drei Laboren an der Akademie:
dem Fotolabor (Drehort), dem Medienlabor (Kamera und Licht) und dem Labor für Animationsfilm (Schnittplatz).

Besonderer Dank gilt Ludwig Löckinger, der mit viel Geduld und Professionalität Lichtsetzung und Dreharbeiten durchgeführt hatte.

In Zusammenarbeit mit dem Medienlabor der Akademie der bildenden Künste