Fr 12. Mai 2017
20:00

Smith / Taborn / Maneri (USA)

Mat Maneri: viola
Craig Taborn: piano
Ches Smith: drums, vibraphone

Als dynamische Kammermusikkompositionen für meisterhafte Improvisatoren beschreibt ECM das 2016 veröffentlichte erste Album („The Bell“) des Trios Ches Smith/Craig Taborn/Mat Maneri. Kritiker Peter Margasak zeigt sich von „seductively narcotic writing with a mixture of brooding melody and rich texture“ überzeugt und The Guardian schwärmt von „three of New York’s most imaginative left-field musicians“, die eine optimale Balance zwischen kompakter Komposition und Spontaneität finden. So stammt die Musik zwar aus der Feder von Ches Smith – „The idea was to keep the writing as minimal as possible. I definitely didn´t want to get in the way of the improvising …“ –, muss aber auf den Input seiner kongenialen Kollaborateure nicht verzichten. Ist doch mit dem aus Detroit stammenden Craig Taborn ein „heavy weight“ an den Tasten am Werk. Er tauchte ab den 90ern in einer Vielzahl musikalischer Kontexte bis hin zu Dark Ambient und Techno auf, arbeitete mit James Carter und Roscoe Mitchell, später mit Tim Berne, Dave Douglas u.v.a.m. und überzeugte gleichfalls auch in eigenen Formationen wie im Trio mit Thomas Morgan und Gerald Cleaver oder dem ebenfalls auf ECM erschienenen Soloprojekt „Avenging Angel“, das ihn als großartigen Klangexegeten erleben lässt. Mat Manieri wiederum wurde als Sohn des legendären Saxophonisten Joe Maneri schon in jungen Jahren einschlägig sozialisiert, ging frühzeitig aber auch eigene Wege, studierte u.a. bei dem Julliard String Quartet Gründungsmitglied Robert Koff, setzte sich mit Barockmusik bis hin zur Zweiten Wiener Schule auseinander und fand in Soloprojekten ebenso wie in Formationen etwa mit Joe Morris seine eigene Stimme, seinen eigenen, so Jazzkritiker Jon Garelick, „distinctive style“. Mit ihnen hat Ches Smith also leichtes wie substantiell hochwertiges Spiel und lässt den in Formationen wie etwa Mark Ribots Ceramic Dog und Secret Chiefs 3 als begnadeten Schwerarbeiter bekannten Smith on drums in diesem Fall auch so entspannt wie subtil ans Harmonieinstrument Vibraphon treten. (Ute Pinter)

Eintritt: 18.- €, 10.- € für Jugendliche und MemberCard-Besitzer
Eine Veranstaltung der Jeunesse im Rahmen von „Jazz & beyond“