Fr 10. April 2020
19:30
Sevbiherk – The Art of Kurdish Music

Dengbej Xalide / Kurdophone / Sakina & Friends feat. Özlem Bulut / Baba Ogul (TK/IR/A)

Dengbej Xalide: vocals

Kurdophone
Omid Darvish: tanbur, vocals
Sarvin Hazin: kamantsche, violin
Amir Abbas Ahmadi: piano
Helene Glüxam: bass
Sebastian Simsa: drums

Sakina & Friends feat. Özlem Bulut
Sakîna Têyna, Özlem Bulut: vocals
Mahan Mirarab: guitar
Efe Turumtay: violin
Oscar Antoli: clarinet
Jörg Mikula: drums

Baba Ogul – Musicians from Dersim
Ibrahim Gürbüz: davul
Imam Gürbüz: zurna

Sevbiherk – Zusammen, lautet das Motto des Abends. Im Zentrum: kurdische Musik in verschiedensten Ausformungen. Der Bogen spannt sich von der jahrhundertealten Kunst der kurdischen Dengbej bis hin zu modernen Interpretationen. Zusammen spielen ist für viele kurdische Musiker*innen, die hier in Österreich eine neue Heimat fanden, eine Selbstverständlichkeit. Räumliche und musikalische Grenzen zu überschreiten ebenso.

Mit Dengbej Xalide kommt erstmals eine der bekanntesten Interpretinnen kurdischer Dengbej-Kultur nach Österreich. Ihre Stimme und ihre Liedimprovisationen lassen vor dem inneren Auge die Bilder Kurdistans in all seinen Facetten entstehen. Die Gruppe Kurdophon spinnt den Faden weiter. Das Quintett mischt die Karten kurdischer Klänge völlig neu. Diesen Anspruch hat auch die in Wien lebende Sängerin Sakina, die mit ihrem Ensemble ihre Fühler in Richtung Jazz ausstreckt.

"Ich gehe in den Bergen wie eine Gazelle, ich schwimme im Fluss wie eine Ente, ich bin das Wasser des Wasserfalls, der auf den Stein trifft." Xalide ist eine Dengbêj. Sie übermittelt Geschichten und Ereignisse beim Singen; die ursprünglichste Form der Überlieferung. Ihre Themen: Die Liebe, Angst, Leiden und Hoffnungen. „Denbej ist unser soziales Gedächtnis," ist Xalide überzeugt von der Bedeutung oraler Überlieferungen. (Dengbej Xalide)

Kurdophone
„Wir verbinden kurdisch-iranische Volksmusik mit Jazz, Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik“, so umschreibt Amir Ahmad die einzigartige Kombination iranisch-kurdischer und österreichischer musikalischer Annäherungen. Die gemeinsame musikalische Sprache fand bereits internationale Beachtung. Die fünf MusikerInnen kommen aus dem Iran und Österreich. Vielfaltig ist auch das Instrumentarium: Tanbur (kurdische Langhalslaute), Kamancheh Stachelgeige), Gesang, Violine, Klavier, Kontrabass sowie Schlagzeug und Perkussion. Das 2019 bei Lotus Records veröffentlichte Debutalbum tragt den Titel Isomer. Ein Begriff, der ursprünglich aus der Chemie stammt und Moleküle bezeichnet, die die gleiche Summenformel, also den gleichen Inhalt haben, aber in unterschiedlichen Formen und Strukturen auftreten.

Sakina & Friends feat. Özlem Bulut
Wien bewegt. Als Treffpunkt weltoffener Musiker*innen bietet die Stadt den idealen Nährboden für transmusikalische Projekte, die nicht nur vom Brücken bauen redden sondern sie tagtäglich bauen. Sakina ist eine dieser Persönlichkeiten, die die Musik ihrer Heimat Kurdistan mit neuem Leben erfüllt und die Fühler in alle Himmelsrichtungen ausstreckt. Ihr Ensemble ist eine echte Wiener Mischung aus zugereisten, mitgebrachten und heimischen Fundstücken. Ihre kurdischen Wurzeln bilden das Fundament, auf dem Neues entsteht.

So klingt Kurdistan. Wie fügen sie zwei der gefragtesten kurdischen Hochzeitsmusiker Österreichs in die Klangfülle ein? (Horst Watzl)

In Kooperation mit vidc – Kulturen in Bewegung