Sa 19. September 2020
20:30

Martin Eberle & Martin Ptak 'Earth' (A) / Emily Stewart 'The Anatomy of Melancholy' (GB/A)

© Helmut Wimmer © Helmut Wimmer

Martin Eberle & Martin Ptak
Martin Eberle: trumpet, fluegelhorn, fender rhodes
Martin Ptak: piano, harmonium, synthesizer, trombone
Daniel Biegger: light design

Emily Stewart
Emily Stewart: violin, viola, text
Lukas Lauermann: cello
Judith Ferstl: bass

Martin Eberle und Martin Ptak haben sich 2012 beim Projekt „Die Strottern & Blech“ kennengelernt. Seitdem sind sie gemeinsam fixer Bestandteil von Soap & Skin, der Jazzwerkstatt Wien und dem Velvet Elevator Orchester. Bei der „Ganymed"-Produktion 2018 im Kunsthistorischen Museum Wien vertonten sie als Duo ein Gemälde von Pieter Bruegel unter dem Titel „Twilight Train“. Beflügelt durch die Atmosphäre dieser Performance und der Resonanz des Publikums führten sie das Projekt kontinuierlich weiter und arbeiten aktuell an einem gemeinsam Album. Ihre Musik spricht eine erzählende und bildhafte Sprache, die - unterstützt von Daniel Bieggers Licht-Design - in weite und sphärische Klangwelten entführt. (Pressetext)

Emily Stewart
Es ist nicht nur so, dass man sich denkt, den Namen kenne ich: Emily Stewart. Es ist auch so, dass man sich denkt: Diese Musik muss längst bekannt sein! Dabei handelt es sich bei The Anatomy of Melancholy um ein Debütalbum. Die Geigerin und Komponistin Emily Stewart, geboren in London, aufgewachsen in Costa Rica, lebt in Wien. Sie tourt regelmäßig mit der gefeierten österreichischen Popkünstlerin Soap&Skin (alias Anja Plaschg), mit der schottischen Indie-Pop-Band Belle and Sebastian oder mit dem schwedischen Jazzpianisten Jan Lundgren. Hier ist ihr erstes eigenes Album, eine völlig überzeugende Mischung aus Klassik, Jazz und Folk, dazu ein Schuss Improvisation plus Singersongwriter-Approach. Eine überragende musikalische Erzählung, inspiriert von dem 1621 erstmals veröffentlichten gleichnamigen Buch von Robert Burton: eine schier endlose Bewegung von Sehnsucht zu Melancholie und all den Tönen dazwischen. (Pressetext Col Legno)

The Anatomy of Melancholy ist ein sehr persönliches Album zeitgenössischer Kammermusik für Geige, Cello und Kontrabass – durchsetzt mit kurzen gesprochenen Passagen und Liedern mit Klavierbegleitung. Die Stücke sind teils Arrangements, Eigenkompositionen, und Improvisationen die, obgleich neu, Klänge aus der Vergangenheit aufgreifen. Gleich den neugierigen, kreativen Launen eines Kindes habe ich mir meine Musik frei und intuitiv zusammengeklaubt: So stehen arrangierte Stücke aus Bartóks Mikrokosmos neben Liedern von Jackson C. Frank oder Ernie Burnett. Meine eigenen Kompositionen bedienen sich frech und frei der ganzen Palette des musikalischen Spektrums und aus meinem eigenen multikulturellen Hintergrund. Trotzdem bleibt das Album sich seiner Essenz treu, nämlich ein Füllhorn melancholischer, minimalistischer Musik zu sein – ein Album über Verletzlichkeit und Sehnsucht und die Offenbarung des eigenen Seelenlebens. (Emily Stewart)