So 20. September 2020
19:30
Sevbiherk – The Art of Kurdish Music

Dengbej Xalide Solo / Kurdophone / Scharmien Zandi / Sakina & Friends feat. Özlem Bulut / Baba Ogul (TK/IR/A)

Dengbej Xalide Solo
Dengbej Xalide: vocals

Kurdophone
Omid Darvish: tanbur, vocals
Sarvin Hazin: kamantsche, violin
Amir Abbas Ahmadi: piano
Helene Glüxam: bass
Sebastian Simsa: drums

Scharmien Zandi Solo
Scharmien Zandi: piano

Sakina & Friends feat. Özlem Bulut & Salah Ammo
Sakîna Têyna, Özlem Bulut: vocals
Salah Ammo: bouzouki, vocals
Mahan Mirarab: guitar
Efe Turumtay: violin
Oscar Antoli: clarinet
Jörg Mikula: drums

Baba Ogul – Musicians from Dersim
Ibrahim Gürbüz: davul
Imam Gürbüz: zurna

Sevbiherk – Zusammen, lautet das Motto des Abends. Im Zentrum: kurdische Musik in verschiedensten Ausformungen. Der Bogen spannt sich von der jahrhundertealten Kunst der kurdischen Dengbej bis hin zu modernen Interpretationen. Zusammen spielen ist für viele kurdische Musiker*innen, die hier in Österreich eine neue Heimat fanden, eine Selbstverständlichkeit. Räumliche und musikalische Grenzen zu überschreiten ebenso.

Dengbej Xalide Solo
Mit Dengbej Xalide kommt erstmals eine der bekanntesten Interpretinnen kurdischer Dengbej-Kultur nach Österreich. Ihre Stimme und ihre Liedimprovisationen lassen vor dem inneren Auge die Bilder Kurdistans in all seinen Facetten entstehen. Die Gruppe Kurdophon spinnt den Faden weiter. Das Quintett mischt die Karten kurdischer Klänge völlig neu. Diesen Anspruch hat auch die in Wien lebende Sängerin Sakina, die mit ihrem Ensemble ihre Fühler in Richtung Jazz ausstreckt. „Ich gehe in den Bergen wie eine Gazelle, ich schwimme im Fluss wie eine Ente, ich bin das Wasser des Wasserfalls, der auf den Stein trifft." Xalide ist eine Dengbêj. Sie übermittelt Geschichten und Ereignisse beim Singen; die ursprünglichste Form der Überlieferung. Ihre Themen: Die Liebe, Angst, Leiden und Hoffnungen. „Denbej ist unser soziales Gedächtnis," ist Xalide überzeugt von der Bedeutung oraler Überlieferungen.

Kurdophone
„Wir verbinden kurdisch-iranische Volksmusik mit Jazz, Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik“, so umschreibt Amir Ahmad die iranisch-kurdisch- österreichischen Annäherungen. Die fünf MusikerInnen kommen aus dem Iran und Österreich. Vielfaltig ist auch das Instrumentarium: Tanbur (kurdische Langhalslaute), Kamancheh Stachelgeige), Gesang, Violine, Klavier, Kontrabass sowie Schlagzeug und Perkussion. Das 2019 bei Lotus Records veröffentlichte Debutalbum tragt den Titel „Isomer“. Ein Begriff, der ursprünglich aus der Chemie stammt und Moleküle bezeichnet, die die gleiche Summenformel, also den gleichen Inhalt haben, aber in unterschiedlichen Formen und Strukturen auftreten.

Scharmien Zandi Solo
Scharmien Zandi ist eine kurdisch-österrreichische Künstlerin der sog. zweiten Generation. Sie spielt avantgardistische Chansons, Pop, Oriental und Experimental auf österreichisch, englisch und kurdisch. Die Schauspielerin nimmt sich sowohl textlich als auch musikalisch kein Blatt vor den Mund.

Sakina & Friends feat. Özlem Bulut und Salah Ammo
Wien bewegt. Als Treffpunkt weltoffener Musiker*innen bietet die Stadt den idealen Nährboden für transmusikalische Projekte, die nicht nur vom Brücken bauen reden sondern sie tagtäglich bauen. Sakina ist eine dieser Persönlichkeiten, die die Musik ihrer Heimat Kurdistan mit neuem Leben erfüllt und die Fühler in alle Himmelsrichtungen ausstreckt. Ihr Ensemble ist eine echte Wiener Mischung aus zugereisten, mitgebrachten und heimischen Fundstücken. Ihre kurdischen Wurzeln bilden das Fundament, auf dem Neues entsteht.

Baba Ogul – Davul Zurna/Musicians from Dersim
So klingt Kurdistan. Wie fügen sie zwei der gefragtesten kurdischen Hochzeitsmusiker Österreichs in die Klangfülle ein? (Horst Watzl)

In Kooperation mit vidc – Kulturen in Bewegung