Wed Jan. 11, 2023
20:30

Paul Schwingenschlögl 'Plejaden*Suite' feat. Ronnie Rocket (A/D/GR)

Paul Schwingenschlögl: trumpet, fluegelhorn
Antonis Anissegos: piano
Kubi Kubach: bass
Denis Stilke: drums
special guest: Ronnie Rocket: vocals

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Sorry this part has no English translation

Treibende Grooves, farbenreiche Harmonien und sensible melodische Passagen sind der Stoff, aus dem die neun Sätze der PLEJADEN*SUITE beschaffen sind. Kritiker fühlen sich häufig an legendäre Jazzgrößen erinnert, wenn das Plejaden*Quartett Paul Schwingenschlögls Werk intoniert. Es fallen Namen wie Lester Bowie oder Chick Corea, und immer wieder Miles Davis.

Die programmatische Komposition des in Berlin lebenden, österreichischen Trompeters und Flügelhornisten Paul Schwingenschlögl entstand als Auftragsarbeit des Wiener Produzenten und Musikers Ronnie Rocket. Konzeptuell basiert das Werk auf dem Sternbild der Plejaden und den Legenden der griechischen Mythologie, die sich um das Gestirn ranken. Jeder Satz ist einem der Sterne gewidmet, und hinter jedem Stern steht eine - meist weibliche - mythische Gestalt, der ein bestimmter Charakter und ein bestimmtes Schicksal zugeschrieben wird.

Als Komponist schöpft Schwingenschlögl aus einem reichen Kenntnis- und Erfahrungsschatz. Er arbeitete mit Jazzgrößen aus den USA und legendären Jazzern der DDR, mit Kollegen aus Blues, Funk und Soul, aber auch mit afrikanischen, indischen und russischen Musikern und Formationen, wie etwa der ägyptischen Band Salamat oder dem indischen Chronic Blues Circus. Die Begeisterung für die musikalische Auseinandersetzung mit dem Neuen und Fremden durchzieht seine Entwicklung und seine Werke. Schwingenschlögls stilistisches Spektrum spannt einen breiten Bogen von frei improvisierten Klangexperimenten über Psychedelic Rock bis Modern Jazz. Als Trompeter, Flügelhornist und gelegentlich auch Keyboarder ist er Mitglied und Leader verschiedener Bands und Ensembles. Konzertreisen führten ihn rund um den Globus, an so unterschiedliche Orte wie Hong Kong, Taschkent, Bangalore, Kairo und New York.

Für die Realisierung seiner Komposition hat Schwingenschlögl sich mit langjährigen musikalischen Wegbegleitern, die ihrerseits beeindruckende musikalische Karrieren vorzuweisen haben, zum Plejaden*Quartett zusammengeschlossen: Kubi Kubach am Kontrabass, Denis Stilke am Schlagzeug und Antonis Anissegos am Fender Rhodes.

Der Pianist Antonis Anissegos ist ähnlich wie Schwingenschlögl ein stilistisch offener Musiker, der sämtliche Spielarten des Jazz vom Modern Jazz bis zur freien Improvisation beherrscht und auch selbst komponiert; seine Werke zeitgenössischer Musik wurden europaweit von renommierten Ensembles aufgeführt und mit zahlreichen Preisen gekrönt.

Der Bassist Kubi Kubach, Gründungsmitglied der legendären Gruppe „Bajazzo“, gilt nicht nur als rhythmisch exzellenter Begleiter, sondern wird auch seiner melodischen Einfälle und virtuosen Technik wegen hoch geschätzt. Er tourte durch ganz Europa und Teile Afrikas, konzertierte unter anderem in Libyen und dem Sudan.

Denis Stilke studierte Schlagzeug in Berlin und am „Berklee College of Music“ in Boston. Der vielseitige Musiker wirkte bei über zwei Dutzend Produktionen unterschiedlichster Stilistiken mit, darunter Metal, Ambient, Musical, Weltmusik und Jazz.

Last but not least ist Ronnie Rocket – Vocals und Songtext – zu nennen, der als Auftraggeber und Pate das „Plejaden Projekt“ anschob. Der Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Texter, Wiener Underground-Legende und Schöpfer so unterschiedlicher Werke wie „Frozen Seas of Io“ und Gedichtvertonungen wie „Niemand hilft mir“ von Konrad Bayer oder „Tausend und eine Nacht“ von H.C. Artmann, prägte in den 1980ern abseits der wenigen bekannten Figuren wie Wolfgang Ambros oder Georg Danzer die österreichische Musikszene. Rocket und Schwingenschlögl kennen sich aus ihrer Heimatstadt Krems, wo beide das Gymnasium besuchten. Dort entstanden auch die ersten musikalischen Bande. Beide zogen Ende der 1970er Jahre nach Wien, wo sie unter anderem mit einer der ersten Psychedelic Punk Bands, den „Underground Corpses“, auftraten. Als Schwingenschlögl 1987 nach Berlin ging, trennten sich ihre Wege, aber nach zahlreichen Berlin-Besuchen Ronnie Rockets Anfang der 2000er Jahre erneuerten die beiden ihre musikalische Zusammenarbeit.