Tue April 20, 2027
20:30

Purpendicular*Ian Paice '20th Anniversary Tour 2027' (GB/IRL/A/D)

Ian Paice: drums
Robert Thomas Walsh: vocals
Christoph Kögler: keyboards
Herbert Bucher: guitar
Neal Murray: bass

We start the live stream approx. 1/2 hour before the concert begins (real time, no longer available after the end of the concert). By clicking on "Go to livestream" a window will open where you can watch the concert free of charge and without any registration. However, we kindly ask you to support this project via "Pay as you wish". Thank you & welcome to the real & virtual club!

Sorry this part has no English translation

Da raste er noch immer mit ziemlicher Rasanz um die Ecke, der „Highway Star“. Und der ist zweifelsfrei das rhythmische Herz der nach wie vor aktiven Deep Purple, Ian Paice. Seit der Gründung bis zum heutigen Tage Taktgeber dieser epochalen Hard Rock Band und einer der zehn herausragenden Rock-Drummer. Doch seit geraumer Zeit genügen ihm die Aktivitäten mit seiner Stammband (bei der ebenso noch die Partner der legendären Mark II-Besetzung, Roger Glover-b und Ian Gillan-voc, mitmischen) alleine nicht mehr. Kurzentschlossen scharte er die nicht Schlagzeug spielenden Musiker der hochgeschätzten Deep Purple Coverband „Purpendicular“ (2007 gegründet und benannt nach einem Deep Purple Album aus dem Jahre 1996) um sich, um die mit ihnen erarbeiteten Versionen einiger Purple-Songs, die längst zum Real Book des Rock zählen, in die Welt hinauszurocken, Zu diesem Hard Stuff zählen Perlen wie „Highway Star“, „Lazy“, „Strange Kind Of Woman“, „Space Truckin´ “ und klarerweise „Smoke On The Water“. Allerdings fanden auch neue Stücke der Band, die folgerichtig dem Duktus der klassischen Purple Werke entsprachen, Einzug ins Programm. Durchaus gelungen und originell.

Wonach das primär seniorische Publikum im randvollen Jazzclub allerdings gierte, waren die „Everpurples“. Durch das Mitwirken von Ian Paice, der eben den nötigen „Hartsteinboden“ der Deep Purple-Stilistik erschuf, war schon einmal die halbe Miete gewonnen. Ein Vergnügen und respektzollend zu hören und sehen wie der Mitsiebziger die signifikant trockenen, schnörkellosen Grooves, die er ab und an punktgenau mit findigen Fills aufrüttelte, mit spielerischer Lockerheit und Präzision in eine unwiderstehlich swingende Druckwelle kleidete. Imaginärer Rauch stieg da auf. Ein derartiges Fundament unter sich zu wissen, ließ die restlichen Musiker mit viel Esprit aus dem Vollen schöpfen. Frontman R.T. Walsh zog mit seiner Bühnenpräsenz das Publikum in den Bann, fügte außerdem stimmlich den Songs eine eigene Färbung hinzu. Eine gute Entscheidung der Band war zudem, sich nicht an den virtuosen Improvisationsexzessen von Jon Lord und Ritchie Blackmore zu delektieren, sondern die Versionen in formalen Zeitraffer zu gießen. Dennoch war jener einzigartige Purple-Sound, der aus der Verschränkung von Hammond Orgel und E-Gitarre geboren wurde, präsent. Hinzuarrangiert wurden kleine kreative Modifikationen. Ebenso gelang es der Band die einstigen großen Gesten der Hard Rock-Ikonen aufzugreifen, mit einfachen Mitteln zu gestalten und treffendst umzusetzen. Die Deep Purple Adaptionen wirkten angemessen wuchtig und kompakt. Pointierte Soli des Gitarristen wie des Keyboarders streuten noch zusätzlich Pep darüber. Eine brennende, unpeinliche Reverenz voll Lustbarkeit und Kurzweil, an der Musiker wie Publikum hör-/sichtbar viel Spaß hatten. Die Wirkmächtigkeit der innovativsten Phase des avancierten Rock war in einem gerüttelt Maß spürbar. Und ein äußerst symphatischer Rockstar, Ian Paice, bedankte sich für die Einladung in den Jazzclub. Für den eine solch pluralistische Programmierung spricht. Die ja sowieso konsequent gelebt wird. Light on the stage, heat in the auditorium. Die Nacht war dann tief violett. (Hannes Schweiger über das Konzert am 5. Dezember 2022)

Deep Purple wird seit den 70er Jahren als eine der innovativsten und erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten gefeiert und daran hat das Schlagzeugspiel von Paice einen großen Einfluss. Ihre Musik ist gekennzeichnet durch die Ausgewogenheit zwischen genialer Musikalität und monumentaler Einfachheit. Paice selbst spielte neben Deep Purple unter anderem auch bei Whitesnake, Gary Moore, Velver Underground sowie bei Soloprojekten von Jon Lord, Paul McCartney und Pete York oder der Spencer Davis Group.
Die Band Purpendicular, die von Ian Paice und Joe Lynn Turner sogar als „beste Deep Purple Tribute Band der Welt” bezeichnet wurde, besitzt die Fähigkeit, die einzigartige Magie von Deep Purple, die für den Erfolg der legendären Rockband verantwortlich ist, bei jedem Auftritt live zu vermitteln. Selbst Ritchie Blackmore sagt „Purpendicular ist eine exzellente Band“ und Roger Glover meinte nach seiner Performance mit Purpendicular in Basel 2012 „Sie klingen frisch und es ist eine große Freude mit ihnen zu spielen“. Deshalb spielten auf dem ersten Album „tHis is the tHing“ neben Ian Paice als weitere Gäste auch Steve Morse, Don Airey, Roger Glover und Neil Murray mit. (Pressetext)