Tue April 8, 2025
18:00

Der Verein Voice of Diversity begeht den Internationalen Tag der Roma

18.00 Uhr Roma-Lieder
Tini Kainrath, Harri Stojka & Claudius Jelinek

18.30 Uhr Podiumsgespräch
Moderation Christiane Fennesz-Juhasz (Ethnomusikologin)
Ursula Hemetek (Ethnomusikologin, MMRC)
Adrian Gaspar (Pianist, Komponist und Arrangeur)
Vesna Kovacevic (Musikerin und Schulmediatorin)

We start the live stream approx. 1/2 hour before the concert begins (real time, no longer available after the end of the concert). By clicking on "Go to livestream" a window will open where you can watch the concert free of charge and without any registration. However, we kindly ask you to support this project via "Pay as you wish". Thank you & welcome to the real & virtual club!

Sorry this part has no English translation

Unter dem diesjährigen Motto „Was bleibt von uns….Musik der Roma - Vorurteil und Wirklichkeit“ erwartet die Besucher*Innen ein vielfältiges wissenschaftliches und kulturelles Programm, das die reiche Musiktradition der Roma beleuchtet.

Musik der Roma: Vorurteil und Wirklichkeit

Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur der Roma. Sie spielt eine zentrale Rolle bei Festen, Hochzeiten und anderen wichtigen Lebensereignissen und ist ein Mittel zur Bewahrung von Identität und Tradition. Die Musik- und Liedkultur ist auch ein Medium für die Weitergabe von Narrativen über das Leben und Geschichte der Roma. Die Musik ist stark geprägt von nationalen Musiktraditionen und hat umgekehrt diese auch beeinflusst. Dementsprechend sind die musikalischen Stilrichtungen je nach Region und Verbreitung der Roma sehr unterschiedlich. Beispiele für den musikalischen Facettenreichtum sind der Flamenco in Spanien, die Lautari-Musik in Rumänien oder Einflüsse auf die Musik von Blasmusikkapellen in Serbien.

Die Musik der Roma hat auch viele nicht-Roma Musiker inspiriert und beeinflusst. Berühmte Komponisten wie Franz Liszt und Johannes Brahms ließen sich von der ungarischen Roma-Musik inspirieren. Auch die Welt des Jazz hat von den Einflüssen bekannter Roma Musiker profitiert, insbesondere durch Musiker wie Django Reinhardt, einen der bedeutendsten Gitarristen des 20. Jahrhunderts.

Bis heute prägen negative Vorurteile und Stereotype das gesellschaftliche Bild der Roma. Nur ihre musikalische Tradition wird oftmals positiv wahrgenommen. Gleichzeitig werden dadurch auch mit althergebrachten Zuschreibungen (etwa „Roma liegt die Musik im Blut“, „feurige Romamusik“, etc.) die wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben, vorgefasste Meinungen verfestigt.
Am Podium wird das ambivalente Verhältnis zwischen Klischee und Wirklichkeit zur Musik der Roma ausgelotet und über den Stellenwert von Musik in der Weitergabe des kulturellen Erbes der Roma diskutiert. Im Gespräch erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Wissenschaft in der Erforschung und Sicherung des kulturellen Erbes im Sinne einer stärkeren Anerkennung der Kultur der Roma als nationales Kulturerbe.